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Naturfilmfestival : Besucherrekord bei Green Screen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

680 Besucher strömten zum Auftakt des Naturfilmfestivals in die Holstenhalle 2, so viele wie nie zuvor.

Neumünster | Schon eine Stunde vor Beginn saßen Heinke Theede-Kähler und ihr Mann Reiner in der zweiten Reihe: „Ich habe mir extra frei genommen. Die Filme sind hier immer so schön.“ So wie der 49-jährigen Boostedterin ging es vielen: Am Dienstagabend gab es einen furiosen Auftakt für die siebte Schleswig-Holstein-Tournee des Eckernförder „Green-Screen“-Naturfilmfestivals. 680 Besucher strömten in die Holstenhalle 2 und wurden drei Stunden lang in die Welt der emsigen Wildbienen, knuffigen Elche, gefährlichen Jaguare und tanzenden Paradiesvögel entführt. Sie erlebten faszinierende Nahaufnahmen, wunderschöne Naturbilder und spannende Momente vom Überlebenskampf kleiner und großer Kreaturen.

„Wir haben hier ein Stammpublikum, ich erkenne viele Gesichter wieder, das ist einfach fantastisch. Neumünster toppt mal wieder alle anderen Städte“, begrüßte „Green-Screen“-Sprecher Michael von Bürk die Zuschauer und stellte fest, dass 680 Besucher der bisherige Rekord in sieben Jahren an allen Standorten seien. „Wir sind froh und stolz, dass wir in Neumünster immer das größte Publikum haben. Und wir danken den Holstenhallen für die sehr professionelle Zusammenarbeit. Die Helfer haben noch 100 Stühle herangeschleppt“, sagte Courier-Redaktionsleiter Thorsten Geil.

Krabben als Ballett, leuchtende Fische, tanzende Kraniche, explodierende Vulkane – schon der Vorspann war ein filmischer Leckerbissen. Es folgte eine Reise in den Mikrokosmos der Wildbienen – und staunend erfuhr das Publikum im Film „Biene Majas wilde Schwestern“, dass Parasiten sich als blinde Passagiere in den Bienenstock hineinschmuggeln und Bienen nicht nur in menschengemachten „Hotels“ leben.

Emotional und farbenprächtig folgte der Film „Eine Erde, viele Welten – der Dschungel“, der die Artenvielfalt von der winzigen Kaulquappe bis zum kraftstrotzenden Jaguar spannend in Szene setzte. Gänsehaut gab es bei der Jagd des Jaguars auf den Kaiman, und schmunzelnd verfolgten alle den urkomischen Balztanz des Paradiesvogels. Eher ruhig klang der Abend mit wunderschönen Tier- und Naturaufnahmen des Films „Wilde Ostsee – von Finnland bis Schweden“ aus. Putzige Fischotter, gewiefte Ringelrobben-Mütter, Singschwäne als die Nationalvögel von Finnland, tanzende Kraniche und gefährliche Hechte waren die Akteure – und für Staunen sorgten die fliegenden Mini-Mäuse.

„Das war ein fantastischer Abend, alle Filme haben uns tief beeindruckt. Uns ist viel neues Wissen vermittelt worden“, lobte Rudolf Rutenbeck (58) aus Boostedt, der mit Frau Gabriele und Tochter Ronja gekommen war. Nachhaltig ist ihm die Problematik um das Bienensterben im Gedächtnis geblieben. Die Dschungel-Aufnahmen fand er sensationell: „Da steckt eine Menge Filmtechnik dahinter.“

„Eine schöne Sache, dass es die Tournee gibt. Wir werden das an Freunde weitersagen“, meinte Ira Verwega (58) aus Großenaspe, die mit Tochter Lea (20) da war. Sie fand alle Filme beeindruckend, besonders aber die Bienen: „So unscheinbare Tierchen wurden so präsent. Und wie geschickt sie ihre Brut gepflegt haben.“ Jetzt werde sie Bienen viel aufmerksamer begegnen. Auch der Dschungel-Film sei toll gewesen: „Da gab es viele farbliche Highlights.“

„Es war wieder traumhaft schön, ich kann hier abschalten vom Alltag, einfach mal abtauchen“, sagte Heinke Theede-Kähler. Sie hätte nicht gedacht, dass die Ostsee so faszinierend gezeigt werden könne, lobte sie. Ihre einzige Kritik: „Der Ton bei den Bienen war zu laut.“ Sie und ihr Mann waren sich sicher: „Wir freuen uns aufs nächste Mal.“

Die Filmtournee geht weiter und macht noch in 13 Städten im Verbreitungsgebiet des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages (sh:z) Halt. Das Publikum kann abstimmen, welcher Film den Publikumspreis erhält, der auf dem Green-Screen-Festival (13. bis 17. September in Eckernförde) bekannt gegeben wird.

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erstellt am 10.Aug.2017 | 08:00 Uhr

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