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Bad am Stadtwald : Besucherboom dank Supersommers

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

45 000 Menschen kamen 2013 ins Freibad – eine Steigerung um 50 Prozent. Traglufthalle soll am 23. September stehen

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2013 | 12:00 Uhr

Der sonnige Sommer hat dem Freibad einen Besucherboom beschert: 45 000 Gäste kamen in den sechs Wochen Sommerferien. Das waren 15 000 mehr als 2012 – eine Steigerung von 50 Prozent. Diese positive Bilanz zogen jetzt Badleiter Tom Keidel, Betriebsleiter David Blöcker und Stadtwerke-Pressesprecher Nikolaus Schmidt.

Auch in der Gesamtbilanz schlägt sich der Supersommer nieder: Mit über 300 000 Besuchern, die bis zum 31. August gezählt wurden, sind bereits 70 Prozent der Gesamtbesucherzahl von 2012 erreicht, als insgesamt 436 000 Menschen das Bad besuchten.

Als Auslöser für die gute Bilanz machten Keidel und Schmidt das gute Wetter, aber auch die Modernisierung und die damit gesteigerte Attraktivität des Bades verantwortlich. Vor der Freibadsaison waren Duschen und Sanitäranlagen im Bereich der Umkleidekabinen saniert worden.

Das Saisonende ist gleichzeitig Startschuss für den Aufbau der Traglufthalle für die Wintersaison; seit einer Woche sind 15 Azubis der Stadt am Schleppen, Schrauben und Verzurren. Muskelkraft und Balance sind beim Bewegen der großen PVC-Planen gefragt.

Der Aufbau der Halle laufe dieses Jahr reibungsloser als 2012, versprach Keidel. Damals hatte es wochenlange Verspätungen aufgrund von Differenzen zwischen Prüfingenieur und Aufbauleitung gegeben. In diesem Jahr haben die Stadtwerke neue Partner sowohl für den Aufbau als auch der Prüfung der Standsicherheit beauftragt – auch in Form eines bayrischen Imports.

„Servus“ statt „Guten Tag“ heißt es bei Richtmeister Götz Wille aus Augsburg, der jetzt standesgemäß in seiner Lederhose den Aufbau überwachte – gemeinsam mit Prüfstatiker Olaf Petersen vom Ingenieurbüro Horn & Horn. Der Zeltmeister ist zuständig für den korrekten Aufbau der Halle, die aus vier Planen besteht, die etwa eine Fläche von 4000 Quadratmetern haben. Der Prüfstatiker schaut auf die tragenden Profile, die Verankerung und die Standsicherheit. Wenn Luft in die Halle geblasen wurde, herrscht ein Überdruck von 30 Kilogramm pro Quadratmeter. Die Maße der Halle: 30 Meter Breite, 60 Meter Länge und zehn Meter Höhe. Die PVC-Planen der Halle wiegen insgesamt vier Tonnen. „Die Azubis haben ganz schön geschleppt, zum Teil in strömendem Regen, aber die Stimmung ist super“, stellten Wille und Keidel fest.

Die Inbetriebnahme der Traglufthalle ist für Montag, 23. September, geplant. Davor haben Petersen, die Bauaufsicht und die Feuerwehr die Halle gründlich gecheckt. Geschaut wird auf alle wichtigen technischen Details wie Elektrik, Standsicherheit, Notbeleuchtung und Fluchtwege. Auch Schul- und Vereinslehrer werden in die Sicherheitsbestimmungen eingewiesen.

In der Wintersaison steht die Halle von montags bis freitags von 7.30 bis 13.30 Uhr für Schulklassen parat, von 14 bis 21 Uhr und am Wochenende von 16 bis 21 Uhr für Vereine, Gruppen und Clubs. Öffentlich ist die Halle montags bis freitags von 6 bis 7.30 Uhr und am Wochenende von 8 bis 16 Uhr. Am 3. und 18. Dezember wird das gesamte Hallenbad wegen Wasserwechsel geschlossen; die Traglufthalle wird dann für alle geöffnet.

Was passiert, wenn die sechs Jahre alte Halle erneuert werden muss? „Verschiedene Szenarien liegen den Anteilseignern bereits vor, aber es ist noch zu früh, um Genaues zu sagen“, so Keidel.

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