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Modellbau-Messe : Besucher staunten über die Vielfalt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Für Modellbauer gibt es nichts, was es nicht gibt: 10 000 Besucher bewunderten Autos, Schiffe, Nachkriegs-Szenarien – alles im Kleinformat.

Neumünster | Die 17. Modellbau Schleswig-Holstein, die größte Modellbaumesse des Landes, lockte am Wochenende wieder rund 10 000 Besucher in die Holstenhallen. Mehr als 100 Aussteller und rund 50 Interessengemeinschaften präsentierten hier alles rund um das vielfältige Hobby, bei dem das Motto ganz klar lautet: „Es gibt nichts, was es nicht gibt.“

Doch nicht nur Schleswig-Holsteiner, Niedersachsen und Hamburger tummelten sich in vier Hallen und drei Foyers, auch Gäste aus der Schweiz, Dänemark und den Niederlanden hatten sich auf den Weg nach Neumünster gemacht.

„Für Modellbauer ist die Messe ein Eldorado. Denn ganz gleich, ob man sich dem Modelleisenbahn- oder Flugzeug- oder Schiffsbau, Papiermodellen, Rennwagen oder Lego-Konstruktionen verschrieben hat, hier trifft man immer Gleichgesinnte, mit denen man sich austauschen kann“, schwärmte Peter Widmund (52) aus Kaltenkirchen, der selbst seit Jahren auf dem Dachboden an seiner H0-Einbahnanlage bastelt.

Zu den besonders bestaunten Modellen gehörte eine Szenerie Hamburgs aus dem Jahr 1946, die Christian Labuch aus Bargteheide vorstellte. Versehen mit unzähligen kleinen Details, zu denen Schuttberge, zerstörte Häuser und eine Nissenhütte ebenso zählten wie Ziegel putzende Trümmerfrauen und ankommende Flüchtlinge, boten den Betrachtern einen ungemein realistischen Blick auf die zerbombte Stadt. „Zunächst habe ich lange nach Bildern aus dieser Zeit gesucht. Aus diesen habe ich dann die einzelnen Szenen zusammengestellt. Insgesamt habe ich drei Jahre an diesem Projekt gearbeitet“, berichtete der Profi, der sich seit 25 Jahren mit dem Modellbau beschäftigt.

Auf großes Publikumsinteresse stieß ebenfalls das Indianervolk, das der Schiffsmodellbauclub (SMC) Ahrensburg nach „Lederstrumpf-Art“ mit Kanus und einem Floß durch das große Wasserbecken steuerte. „Die Idee dazu ist bei einem Treffen auf dem Bierdeckel entstanden. Für die Umsetzung haben wir dann aber doch mehr als zwei Jahre gebraucht“, berichtete Kay Feuerherd (42).

Etwas schneller war das rosa-glitzernde Barbie-Boot „Hoppetosse“ von Louisa Maass aus Wulfsmoor (bei Wrist) fertiggestellt. Denn als eines der jüngsten Mitglieder der Neumünsteraner Modellbaushippers konnte die Sechsjährige auch auf die Unterstützung von Nils Gehrt (46) zählen.

Als absoluter Lego-Fan kam allerdings auch der Frederik, der mit seinem Vater Olaf Fink (46) aus Artlenburg (Kreis Lauenburg) angereist war, nicht aus dem Staunen heraus. Denn vom Rummelplatz mit Riesenrad und Break-Dancer über eine Feuerwache sowie
einen Bauernhof mit zahlreichen Treckern und Tieren reichten in diesem Genre die ausgestellten Modelle. „Ich liebe Spielzeug über alles“, erklärte der Siebenjährige denn auch ganz hingerissen.

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