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Holsteinischer Courier

18. Dezember 2017 | 00:53 Uhr

Grossenaspe : Besucher schnitzten den Totempfahl

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Großer Ansturm beim Indianertag im Wildpark Eekholt: Über 5000 Besucher werkelten, wuschen Gold und holten Autogramme von Nicolas König.

Grossenaspe | Der Wildpark Eekholt war am Sonntag mit mehr als 5000 Besuchern sicher eines der beliebtesten Ausflugsziele in der Region. Bereits weit vor dem Start des Indianertages um 11 Uhr strömten große und kleine Gäste in den Park. Passend zum Thema hatten zahlreiche „Rothäute“ ihr Lager aufgeschlagen. In den Tipis auf der Osterau-Wiese herrschte reges Treiben und beim Ponyreiten bildeten sich zeitweise lange Schlangen.

Handwerklich begabte Besucher gestalten außerdem einen Totempfahl, der im Wildpark aufgestellt werden soll. Selbst Hand anlegen konnten die Erwachsene und Kinder ebenfalls beim Goldwaschen, Hufeisenwerfen und Indianerkettenbasteln. Gut besucht war auch die Werkstatt für Steckenpferde. „Ich hatte schon einmal eins, aber das ist lange her“, verriet hier die neunjährige Anna aus Pinneberg, die sich mit ihrer Mutter Katrin Aschmutat (41) ein rassiges Exemplar bastelte.

Viel Applaus erhielt auch die Horsemanship-Trainerin Katja Lassahn aus Bokhorst, die mit ihrem arabischen Halbblut Bariesh zeigte, was eine wahre „Pferdeflüsterin“ so kann.

Passend zu den Segeberger Karl-May-Spielen drehte sich im Wildpark also alles um den Wilden Westen. Und da durfte ein echter Karl-May-Held natürlich nicht fehlen. Seinen Besuch mit Autogrammstunde hatte deshalb der Schauspieler Nicolas König angekündigt. Der Hamburger besetzt zurzeit die Rolle des mutigen Rächers Bloody-Fox in der aktuellen Inszenierung „Unter Geiern“. König, der das erste Mal in Eekholt war, zeigte sich beeindruckt von der Anlage und gab sogar ein wenig schuldbewusst zu: „Ich wohne in Grande, aber bis hierher habe ich es mit meiner Familie bisher noch nicht geschafft.“

Nichtdestotrotz standen zahlreiche Fans mit Programmheften, Plakaten und Alben Schlange, um sich von ihm eine Unterschrift mit Widmung abzuholen. Ganz geschickt stellte sich dabei der 14-jährige Enrico Hasler aus Hamburg an. „Bitte schreiben Sie ,für meine Freundin’, trug er Nicolas König sichtlich nervös auf.

Auch Theda Hatlapa hatte wieder ihre Freude an dem gelungenen Indianertag. „Wir sind hier alle ein Team und wir sind für unsere Besucher da“, freute sich die Gründerin des Wildparks, die es sich nicht nehmen ließ, viele der Gäste persönlich zu begrüßen.

Zum Programm gehörten die beliebten Tierfütterungen und auch auf der Flugwiese sammelten sich die Besucher in Scharen. Hier zeigten die Falkner in ihren Vorführungen, wie ein Falke jagt und mit welcher Geschwindigkeit ein Bussard auf seine Beute niedergeht. Und das alles dicht über den Köpfen der Zuschauer, die dann schon mal wie „unter Geiern“ die Köpfe einziehen mussten.


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