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Holstenköste : Besucher können sich sicher fühlen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Polizei und Ordnungsamt sind präsent / Entspannter Bummel mit Musik und Kulinarischem

shz.de von
erstellt am 11.Jun.2017 | 08:52 Uhr

Neumünster | Bummeln, schauen, futtern und die Musik genießen: Der Köstenfreitag verlief gestern – abgesehen vom großen Regenguss – entspannt und friedlich. Schon am Nachmittag spazierten viele Familien über das Stadtfest – so wie Lena mit ihren Eltern Nadja und Christian Brozy aus Gadeland. Die Fünfjährige fuhr zum ersten Mal in ihrem Leben Riesenrad: „Das war toll, ich habe alles von oben gesehen.“ Ihr Vater gab etwas später alles beim Zehn-Kilometer-Köstenlauf. „Wir lassen uns am Wochenende über die Köste treiben, mal hier, mal da gucken.“

Der Publikumszulauf war zunächst etwas zögerlich, doch Schausteller und Gastronomen gaben sich zuversichtlich. „Das ist normal, gestern hat der Regen ein paar Leute abgehalten, heute ist es schwüles Wetter und auch noch ein Arbeitstag. Wir setzen auf die Abendstunden und aufs Wochenende“, meinte Crepes-Verkäuferin Andrea Fock. „Noch etwas ruhig, aber das wird noch“, urteilte auch Tanja Rasch, die Champignons, Käsespieße und Baguettebrot in Schmuck’s Käsehütte verkaufte. Schmecken ließen sich Nico Haß (17) aus Padenstedt-Kamp, Insa Thun (17) aus Wapelfeld bei Hohenwestedt und Sarah Kalloch (17) aus Wiemersdorf mit Käse überbackene Brezeln und Fladenbrot mit Peperoni und Schafskäse: „Es schmeckt.“ Sarah will am Sonnabend zur Jungen Bühne am Teich: „Da spielt die Band ,Still No Name’.“

Für ungewöhnliche Klänge, die weithin über den Großflecken zu hören waren, sorgten die „North Frisian Pipes & Drums“, eine Dudelsack-Band aus Rantrum. Pipe-Major Joachim Wefer erläuterte dem Publikum, wie ein Dudelsack („Great Highland Bag-Pipe“) funktioniert: Über die „Blow-Pipe“ wird in den Luftsack Luft geblasen, mit der Spielflöte („Chanter“) die Melodie angestimmt. „Bei den Aufständen gegen die Engländer schüchterten die Schotten mit dem Brummen der Dudelsäcke ihre Gegner ein“, erzählte Wefer. „Diese Musik macht einfach Gänsehautfeeling“, erklärte Dudelsackspieler Bernd Grabke (46) die Faszination – dafür wirft sich der Isoliertechniker in einen karierten Faltenrock (Kilt): „Das gehört dazu, ist bequem und luftig.“ Trägt er was drunter? Er lachte: „Das sage ich nicht.“

Präsenz zeigten Polizei und Ordnungsamt. „Wir achten darauf, dass Radfahrer ihre Räder nicht durch die Menge schieben, dass Hunde angeleint sind, ob es Stolperfallen gibt, eigentlich auf alles, auch auf herrenlose Taschen und Koffer“, sagt Michael Wolf, Teamleiter der zwei Ordnungsamt-Streifen. „Das neue Sicherheitskonzept hat bisher sehr gut funktioniert. Wir wollen keine Fahrzeugbewegungen auf dem Großflecken“, stellte Stadtsprecher Stephan Beitz fest.

Laut Polizeisprecher Sönke Hinrichs blieb die Köste bislang sehr friedlich. „Dabei spielte am Donnerstag sicher auch das schlechte Wetter eine Rolle“, sagte Hinrichs. „In den ersten Stunden war der Besucherstrom verhalten. Das änderte sich erst nach dem großen Regen“, erklärte der Polizeisprecher. Lediglich eine Anzeige wegen Körperverletzung zählte die Polizei am ersten Abend.

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