Erlebnistag : Besucher bekamen zu Pfingsten viel Programm im Tierpark

Der will nur spielen: Ein Seehund und Christoph Kaufmann fixieren den Ball. Den Fischeimer hält der Tierpfleger in der Hand. Viele Besucher schauten dabei zu.
Der will nur spielen: Ein Seehund und Christoph Kaufmann fixieren den Ball. Den Fischeimer hält der Tierpfleger in der Hand. Viele Besucher schauten dabei zu.

Mehr als 2500 Besucher informierten sich am Pfingstsonntag im Tierpark.

shz.de von
26. Mai 2015, 07:30 Uhr

Neumünster | Bei herrlichem Wetter strömten am Pfingstsonntag mehr als 2500 Besucher in den Tierpark und konnten im Rahmen des Erlebnistags besondere Attraktionen mitmachen.

Die kleine Marit (4) aus Hamburg war ganz fasziniert von dem Bienenschaukasten, den Imker Klaus Burmeister mitgebracht hat. Rund 3000 der fleißigen Insekten summten in und um den Kasten herum, und Marit hielt unter Aufsicht des Imkers mutig ihre kleine Hand in das Einflugloch. „Das kribbelt“, war ihr lächelnder Kommentar zu den vielen Bienenbeinchen, die sie beim Ein- und Ausströmen bekrabbelten. „Die Bienen fühlen sich nicht bedroht, darum stechen sie nicht“, erklärte Klaus Burmeister. Der Imker hatte zum Geestbauernhof lediglich einen kleinen Teil eines Bienenvolks mitgebracht, denn ein ganzes Volk kann 70 000 Tiere haben. Gerne beantwortete er die Fragen der Besucher. So wollte Oliver Matz aus Kiel wissen, ob die Legende vom Pfeife rauchenden Imker wirklich wahr ist. „Da ist etwas dran. Rauch besänftigt die Tiere“, meinte der Bienenzüchter.

Sorgen bereitet den Imker allerdings das Bienensterben: „Monokulturen wie Mais verdrängen Pflanzen, und so sind die Bienen gezwungen, sich auf dem gedüngten Mais niederzulassen. Der hinterlässt einen starken Geruch. Da Bienen eine viel bessere Nase als Hunde haben, erkennen die Wächterbienen vor dem Stock ihre Angehörigen nicht. Die kommen nicht rein und sterben dann.“ Auch Yvonne (5) stellte sich mutig in das Bienengewimmel. Sie war mit ihrer Familie zum ersten Mal im Tierpark, und ihr Vater Oliver Scheel aus Schönberg meint: „Das ist ein kleiner, aber feiner Tierpark.“

An einer Station am Pinguinbecken konnten die Kinder Trittsiegel von Wildtieren in Ton drücken. Wildschwein-, Reh- oder Marderhundspuren sollten sich so einprägen. „Ich denke, dass die Kinder die Spuren im Wald wiedererkennen“, hoffte der Jäger Gerd Riese. Neben Trockenfilzen und Bernsteinschleifen lockte auch die Seehundfütterung wieder Massen an. Lustige Anekdoten wusste Tierpfleger Christoph Kaufmann zu berichten, während er Fische und Spielzeug ins Wasser warf. „Die Seehunde haben uns schon allerlei aus dem Wasser gebracht. Einmal war auch ein Handy dabei, das einem Besucher ins Becken gefallen war.“

Tierparkleiter Verena Kaspari war mit dem Besuch zufrieden. „Wir hatten am Sonntag 1000 Gäste mehr als im letzten Jahr“, sagte sie. Am Pfingstmontag war der Besuch dann etwas schwächer.

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