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Literaturnobelpreis : Bestellungs-Chaos um Alice Munro

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Alice Munro erhält den Nobelpreis für Literatur. Ihre Werke sind Sekunden nach der Bekanntgabe überall ausverkauft

shz.de von
erstellt am 11.Okt.2013 | 07:00 Uhr

Es ist Nobelpreis-Zeit. Für die Buchhandlungen in Neumünster bedeutet das vor allem, dass bisher oft unbekannte Autoren auf einmal zu den Verkaufsschlagern in der Bücherwelt werden. Schließlich haben die meisten Nobelpreisträger ihre Arbeit in einem Buch festgehalten und veröffentlicht. Besonders stark ist der Andrang naturgemäß auf die Bücher derjenigen, die mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurden.

Dieses Jahr ging dieser an die kanadische Autorin Alice Munro: Sie wurde als „Virtuosin der zeitgenössischen Novelle“ geehrt. Die 82-Jährige war allerdings auch vorher keineswegs unbekannt, sondern wurde bereits mit dem „Governor General’s Award for Fiction“, dem „Trillium Book Award“, dem „Man-Booker-Price für internationale Literatur“ und anderen Preisen ausgezeichnet. Im gesamten englischsprachigen Raum gilt sie als Bestsellerautorin und ist bekannt für ihre Kurzgeschichten, die sehr realitätsnah und unsentimental sind und häufig einen offenen Schluss haben. Bereits am Mittwoch erklärten die Buchhandlungen Hugendubel und Lübbert, sie würden bereits darauf warten, dass der Gewinner bekannt gegeben würde, um dann so schnell wie nur möglich auf „Bestellen“ zu drücken.

Gestern waren die Bücher allerdings sofort nach Bekanntgabe überall ausverkauft. „Die Bücher zu bestellen ist meist unmöglich. Wir haben bei dem Verlag nachbestellt und hoffen, in wenigen Tagen neue Exemplare zu erhalten“, sagte Cora Frietwurst von Hugendubel.

Genauso war es auch bei Lübbert, allerdings hatte die Buchhandlung zufällig noch ein Exemplar des Bandes „Zu viel Glück“ von Alice Munro vorrätig. „Wir haben aber nachbestellt und werden bald mehr von der Preisträgerin vorrätig haben“, sagte Jan Bülck von Lübbert.

Auch Weltbild hatte kein Glück, aber eine Mitarbeiterin teilte mit: „Was wären wir für eine Buchhandlung, wenn wir nicht in wenigen Tagen Werke von der Nobelpreisträgerin in den Regalen stehen hätten?“

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