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Holsteinischer Courier

24. Oktober 2017 | 03:06 Uhr

Wasbek : Bestattungen werden teurer

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Wasbeker Ausschuss beschließt eine neue Satzung.

Wasbek | Die Friedhofsgebühren waren vorgestern Abend Thema im Wasbeker Haupt- und Finanzausschuss. Kräftige Erhöhungen wurden beschlossen: Für eine Sargbestattung müssen über 40 Prozent mehr bezahlt werden.

Unter der Leitung von Michael Hollerbuhl (CDU) ging es zunächst um die neue Friedhofssatzung, die das voraussichtlich im Mai fertig gestellte Urnengemeinschaftsgrab mit einschließt. „Gravierender ist jedoch die neue Gebührensatzung, da mit dieser in den kommenden drei Jahren ein in der vorangegangenen Kalkulationsperiode entstandenes Defizit von rund 30 000 Euro zusätzlich erwirtschaftet werden muss“, erklärte Hollerbuhl auf Anfrage.

In der Neuberechnung kostet deshalb jetzt ab dem 1. Mai eine Sargbestattung mit einer Liegezeit von 25 Jahren nun 3000 Euro statt vormals 2100 Euro. Für die auf 20 Jahre vergebenen Urnengräber werden statt 1300 Euro nun 1700 Euro fällig. Und ein Platz auf dem neuen Urnengemeinschaftsgrab kostet, inklusive Gravur und Pflege 3600 Euro. Entstanden sei die finanzielle Schieflage dadurch, dass in den vergangenen drei Jahren erheblich weniger Bestattungen stattfanden als zugrunde gelegt worden waren. „In der letzten Periode sei der bisherige Durchschnitt von 32 Bestattungen angenommen worden, aber nur durchschnittlich 25 Verstorbene wurden auf dem Wasbeker Friedhof beerdigt“, erklärte der Ausschussvorsitzende (der Courier berichtete).

Dann ging es um das Thema Windkraftanlagen. Um noch mehr Argumente für die in einem Bürgerentscheid bereits 2010 entschiedene Ablehnung von Windenergieflächen in der Gemeinde zu sammeln, empfahl der Ausschuss außerdem die Beauftragung eines qualifizierten Planers. Das wird etwa 7000 Euro kosten. Der Fachmann soll die bestehenden Ansatzpunkte gegen die Ausweisung von Flächen vorsorglich noch einmal prüfen und unter Umständen neue Aspekte hinzufügen. „Ab August laufen hier die Anhörungsverfahren. Bis dahin wollen wir möglichst viel hieb- und stichfestes Material zusammentragen“, erklärte Michael Hollerbuhl.  


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