Besondere Kontraste auf der Orgel

Sven Thomas Haase nahm die Besucher in der Anscharkirche mit auf eine musikalische Reise in Dialogform.
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Sven Thomas Haase nahm die Besucher in der Anscharkirche mit auf eine musikalische Reise in Dialogform.

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27. Mai 2015, 12:54 Uhr

Am Freitagabend wurde die siebte Altholsteiner Orgelkonzertreihe in der Anscharkirche fortgesetzt. „Dieses Konzert ist eine musikalische Reise durch Europa – in Dialog-form“, erklärte Anschar-Organist Sven Thomas Haase den etwa 50 Besuchern. Es begann mit einem Dialog zwischen einem Lehrer und seinem Schüler. „Dem Präludium von Nicolaus Bruhns steht eines seines damaligen Lehrers Dietrich Buxtehude gegenüber“, erklärte Haase. Weiterhin bot er auf der Walcker/ Führer-Orgel der Anscharkirche Präludien vom Pianisten und Komponisten Sergej Rachmaninoff. Eines hatte Haase selbst für Orgel gesetzt. Mit einem Orgelsolo aus der „Glagolitischen Messe“ von Leos Janacek setzte er schließlich einen besonderen Kontrast.

Das Konzert setzte sich fort mit den zwei Romantikern Felix Woyrsch und Sigfrid Karg-Elert. Anschließend ließ Haase Alexandre Guilmant und Louis Lefébure-Wely in einem Wettstreit gegeneinander antreten – mit zwei Märschen aus der französischen Romantik. Die Altholsteiner Orgelkonzerte, die am 1. Mai begannen, stehen unter dem musikalischen Motto „Präludissimo“. Präludium bedeutet „Vorspiel“ und ist eine der ältesten Bezeichnungen für ein Instrumentalstück. „Präludien können von unterschiedlicher Natur sein. Sie erlauben freie Kompositionen“, sagte Haase.

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