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Holsteinischer Courier

22. August 2017 | 07:50 Uhr

Trappenkamp : Beschlüsse wieder gekippt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Wehr-Neubau und Anbau an die Kita beschlossen

Kehrtwende in Trappenkamp: Vorgestern Abend wurden auf der Sitzung der Gemeindevertretung zwei Beschlüsse vom 28. April wieder zurückgenommen. Das war möglich, weil die SPD dieses Mal wieder die Mehrheit hatte. Nun soll es ein neues Feuerwehrhaus und einen Anbau an die Kita Pusteblume geben.

Bürgermeister Harald Krille (SPD) sprach von einer sehr emotionalen Sitzung. Etwa 25 Bürger hatten sich eingefunden und in der Einwohnerfragestunde auch das Wort ergriffen. Dabei gab es viel Unverständnis für das Verhalten der Trabi-Fraktion. Die hatte während der Aprilsitzung dafür gesorgt, dass das Awo-Konzept für neue Kita-Plätze und der Umzug der Feuerwehr gekippt wurden. Zwei SPD-Mitglieder konnten an der damaligen Sitzung nicht teilnehmen. Damit hatte die Wählergemeinschaft Trabi mit acht anwesenden Mitgliedern ausnahmsweise eine Stimme mehr als die SPD mit sieben Anwesenden.

Vorgestern war die SPD mit neun Mitgliedern vollständig, Trabi war nur mit sechs Mitgliedern vertreten. So konnte die SPD die Beschlüsse vom April wieder aufheben. Das ist laut Kommunalaufsicht des Kreises Segeberg durchaus möglich. Nach den neuen Beschlüssen von vorgestern Abend soll wie folgt Verfahren werden:

Der Bürgermeister wird Angebote für das Grundstück der Hanse-Bioenergie an der Hermannstädter Straße einholen. Hier soll nach Möglichkeit auf dem 4000 Quadratmeter großen Grundstück die neue Feuerwache entstehen. Die Feuerwehr hat das Areal bereits für gut befunden. Die Angebote sollen in den Fraktionen geprüft und beschlossen werden. Wird man sich handelseinig, kauft die Gemeinde das Grundstück, und es könnte 2017 mit dem Neubau der Wache begonnen werden. Später könnte dann das Jugendzentrum in das alte Feuerwehrgebäude einziehen.

Um mehr Kita-Plätze zu schaffen, sollen für die nächsten ein bis eineinhalb Jahre Container aufgestellt werden. Außerdem werden jetzt die Planungen für einen Anbau an die Kita Pusteblume aufgenommen. Zwei U-3-Gruppen und eine Regelgruppe könnten entstehen. Mit dem Bau soll spätestens 2017 begonnen werden. „Die Einwohnerzahlen steigen. Es ziehen Familien mit Kindern nach Trappenkamp“, begründete Krille das Vorhaben. Er habe viel Post von Eltern erhalten, die die Ablehnung des Anbaus im April durch die Trabi-Fraktion nicht verstanden hätten.

Schließlich soll die Oberflächenentwässerung des Weges im Glashüttenweg für 8000 Euro erfolgen. Das ist die günstigere Lösung. Trabi hatte ein Angebot für etwa 20 000 Euro favorisiert.

Durch das Hin und Her bei den Beschlüssen ist die politische Arbeit in der Gemeinde beeinträchtigt. „Das hält nur auf und kostet Kraft“, sagte Krille. Außerdem sei es für die Außenwahrnehmung schlecht. Viele hätten sich über die politische Willensbildung in Trappenkamp gewundert. Harald Krille erklärte, er habe der Trabi-Fraktion ein Gespräch angeboten.

Nach Angaben von Harald Krille äußerte sich der Fraktionsvorsitzende Sven-Uwe Jahn allerdings nicht während der Sitzung. Auch gestern gab es auf Nachfrage keine Stellungnahme. „Zur Zeit werden wir gar nichts sagen“, erklärte gestern Winfried Greiner von der Trabi-Fraktion.

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erstellt am 08.Jun.2016 | 09:00 Uhr

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