Bilanz : Bescherung für 136 Kinder mit Kleidung und Spielzeug

Über die Fahrräder für Lena (13, Mitte) und Sara (15, rechts) freuten sich (von links) Fahrradmechaniker Timo Spring, Tobias Wiegand (Verkäufer-Azubi), Meister Bernd Lenzer, Gordon Horter, Chef der Fahrrad-Börse und Mechaniker Johann Haaf.
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Über die Fahrräder für Lena (13, Mitte) und Sara (15, rechts) freuten sich (von links) Fahrradmechaniker Timo Spring, Tobias Wiegand (Verkäufer-Azubi), Meister Bernd Lenzer, Gordon Horter, Chef der Fahrrad-Börse und Mechaniker Johann Haaf.

Bilanz der Aktion Adventslicht: 10 000 Euro kamen durch Spenden zusammen / Fahrradbörse machte acht Drahtesel flott

shz.de von
09. Januar 2015, 12:00 Uhr

Neumünster | Der Rekord von 2012 von 12 000 Euro wurde zwar nicht geknackt, doch es ist eine beachtliche Summe, die Menschen aus Neumünster und dem Umland für die Aktion Adventslicht spendeten: 10 000 Euro kamen im 23. Jahr für die gemeinsame Aktion der Aktionsgemeinschaft zur Förderung Behinderter und Benachteiligter und des Holsteinischen Couriers zusammen. Dieses erfreuliche Fazit zogen jetzt Vorsitzender Ehrenfried Boege und Sprecherin Uta Winkelmann. Der Courier hatte in der Adventszeit über die Hilfe an einzelne Familien berichtet.

Bedacht wurden 55 Familien mit 136 Kindern; im Fokus der Aktion stand erneut das behinderte Kind. Die Spenden wurden ausschließlich fallspezifisch als Sachspenden an die Familien weitergegeben – Ehrenfried Boege, Uta Winkelmann, Hartmut Tempel und weitere Ehrenamtliche ergründeten in der Vorweihnachtszeit, was am Nötigsten gebraucht wurde. Neben Winterkleidung wurde therapeutisches Gerät wie Spielzeug zur Förderung der Motorik gekauft. „Gerade Familien mit behinderten Kindern haben seit Jahren schwere Belastungen hinter sich. Mit unserer Hilfe soll die Lebensqualität der Kinder erhöht und ihre Integration gefördert werden“, betont Ehrenfried Boege.

Es habe in diesem Jahr sehr berührende Fälle gegeben, sagt Uta Winkelmann. Das Schicksal eines behinderten Jungen, der bei seiner Geburt seine Mutter verlor und jetzt durch einen Verkehrsunfall auch seinen Vater , war einer der bewegendsten. Die Betreuerin, die ihn und seine zwei Geschwister seit zehn Jahren aufzog, hatte die Vormundschaft übernommen – und brauchte nun einen behindertengerechten Umbau ihres Autos. Hierzu trägt die Aktionsgemeinschaft bei.

Traditionell spendete auch die Fahrradbörse Fahrräder für Kinder, die sonst keine Chance gehabt hätten, eines zu erhalten. Das Team des Fahrradfachgeschäfts am Haart im Störpark um Inhaber Gordon Horter investiert jedes Jahr Zeit und Herzblut, um gebrauchte Räder auf Vordermann zu bringen, so dass sie quasi neuwertig sind. „Wir freuen uns, etwas Gutes zu tun. Wir machen das aus Überzeugung, um nachhaltig etwas im Leben dieser Kinder zu verbessern und ihre Mobilität zu erhöhen“, betonte Gordon Horter. Acht Kinder und Jugendliche wurden bedacht – so wie Lena (13) und Sara Lau (15). Ihnen wurden ihre Fahrräder gestohlen, so dass sie zwei Kilometer Schulweg zu Fuß gehen oder eine Busfahrt bezahlen mussten. Geld für neue Fahrräder sei im Etat nicht drin, sagt Vater Stefan Lau (50). Glücklich nahmen die Mädchen ihre schicken Vehikel in Empfang – und das ganze Fahrrad-Börsen-Team, Ehrenfried Boege und Uta Winkelmann freuten sich mit ihnen.

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