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18. Oktober 2017 | 12:06 Uhr

Wasbek : Bernd Nützel dankt ab

vom

Bürgermeister zieht die Konsequenzen aus dem schlechten Wahlergebnis für die SPD. Karl-Heinz Rohloff (CDU) stellt sich zur Wahl.

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2013 | 07:49 Uhr

WASBEK | In Wasbek wird es einen Bürgermeisterwechsel geben. "Einer Wiederwahl als Bürgermeister werde ich mich nicht stellen. Dafür ist das Wahlergebnis zu eindeutig ausgefallen. Ich bleibe aber Gemeindevertreter", sagt Noch-Bürgermeister Bernd Nützel (SPD).

Auf die SPD entfielen 2041 Stimmen (30 Prozent). Sie bekommt vier Sitze, zwei weniger als bisher. Dagegen konnten die Christdemokraten als eindeutiger Wahlsieger alle sechs Direktkandidaten durchbringen. Die CDU mit dem Spitzenkandidaten Karl-Heinz Rohloff holte sich 2603 Stimmen (38,2 Prozent). "Ich werde mich zur Wahl stellen. Ohne Wenn und Aber. Dafür bin ich angetreten. Es gilt nun, den Blick nach vorn zu richten und einen Neuanfang zu starten. Mein Ziel wird sein, Gemeinsamkeiten den Vorrang einzuräumen", sagte Rohloff, der dabei auf politisch demokratische Kompromisse baut.

Obwohl sich die Mitglieder der beiden großen Parteien noch eine Denkpause auferlegt haben, ist in beiden

Lagern nach Informationen unserer Zeitung schon jetzt eine breite Mehrheit bereit, Rohloff zu unterstützen und außerdem den noch amtierenden

Bürgermeister Nützel zum ersten stellvertretenden Gemeindechef zu wählen. Dazu wäre Bernd Nützel auch bereit.

Die Wählergemeinschaft Bürgerliche Mitte in Wasbek (BWM) mit Uwe Pauschardt an der Spitze konnte 1314 Stimmen (19,31 Prozent) verbuchen und ist weiterhin mit drei Mandatsträgern im Gemeinderat vertreten. Auf die neu angetretene Wählergemeinschaft Fürs Dorf mit Markus Kühl auf dem ersten Platz entfielen 846 Stimmen (12,43 Prozent). Damit verfügt Fürs Dorf über zwei Sitze in der neuen Vertretung.

Obwohl dem Wasbeker Gemeinderat nach Änderung des Gemeinde- und Kreiswahlgesetzes (GKWG) nur noch 13 statt 17 Gemeindevertreter angehören sollen, werden dort jetzt 15 Mandatsträger sitzen: Die Wasbeker haben nämlich sechs von sieben CDU-Direktkandidaten in den Gemeinderat gewählt, aber nach prozentual errungener Stimmenzahl stünden der CDU nur fünf Sitze zu. Dadurch gibt es für die CDU ein so genanntes Überhangmandat, und es kommt zum Verhältnisausgleich zwischen den Parteien. Nach der Prüfung durch die Wahlkommission steht der BMW-Fraktion deswegen ein dritter Sitz zu.

Die neue Wasbeker Gemeindevertretung tritt erstmals am Mitt woch, 19. Juni, ab 19.30 Uhr in Kühls Gasthof zusammen, um dann den Bürgermeister und seinen Stellvertreter zu wählen.

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