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Holsteinischer Courier

23. Oktober 2017 | 17:59 Uhr

Berliner Schnauze eroberte die Herzen

vom

Marga Bach und Norbert Schultz präsentierten vor 200 Gästen ihr Helga-Hahnemann-Programm bei den Kleinkummerfelder Kuhstall-Konzerten

shz.de von
erstellt am 02.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Gross Kummerfeld | Die Kabarettistin Marga Bach ist eine echte Type. Mit Berliner Herz und Schnauze hatte die Entertainerin am Mittwochabend keine Mühe, das rund 200-köpfige Publikum bei den Kleinkummerfelder Kuhstall-Konzerten (KKKK) auf ihre Seite zu ziehen.

Zum Helga-Hahnemann-Programm "Frech wie Rotz" hatte sich die flotte Berlinerin zudem ihren Kollegen Norbert Schultz an die Seite geholt, der seinen Part als "gebeutelter" Gatte Hugo aufs Beste ausfüllte. In Puschen, Hosenträgern und in geblümten Kittelschürzen gaben die beiden ein wunderbares Paar ab, das in zahlreichen "Szenen einer Ehe" die Zuschauer lauthals zum Lachen brachte.

In Sketchen und Liedern aus dem Repertoire der Kabarettistin Helga Hahnemann ließen die beiden die 1991 verstorbene Künstlerin wieder aufleben - und nicht nur so mancher "Ossi" fühlte sich dabei wohl in die Zeiten der großen DDR-Shows wie "Ein Kessel Buntes" zurückversetzt. Gut so, denn die alten Witze, Kalauer und Wortspielereien kamen in der Person von Marga Bach immer noch frisch und unterhaltsam daher.

Und auch in ihrer Schlagfertigkeit stand die Bach der Hahnemann in nichts nach. Ganz gleich, ob ein kurzer Stromausfall oder Zwischenrufe aus dem Publikum, Marga Bach ist Profi und hatte - zur Freude der Zuschauer - auf alles eine passende, freche Antwort. "Wir mögen ihre Berliner Schnauze, das Überzogene und vor allem ihr unglaubliches Improvisationstalent", erklärten denn auch die Fans Harald und Gisela Tews aus Kiel amüsiert.

Begleitet wurden die Kabarettisten von Konstantin Nazarow am Piano. Der hatte bei den spontanen Szenen gut zu tun, musste er doch den beiden Akteuren aufmerksam folgen. Einziger Wermutstropfen: Nazarows eigenes exzellentes Spiel kam ein bisschen zu kurz, so dass sein Können als Boogie-Woogie-Pianist lediglich beim "U-Bahn-Beat" zu hören war. Nichtsdestotrotz, die Drei lieferten einen gelungenen Abend mit vielen Lachern, der verdient mit begeistertem Applaus belohnt wurde.

Die beiden letzten Veranstaltungen der diesjährigen Kleinkummerfelder Kuhstall-Konzerte sind am 3. August (20 Uhr) der Liederabend mit dem Tenor Thomas Mohr und das Abschlusskonzert am 4. August (17 Uhr), bei dem die Teilnehmerinnen des Meisterkurses ihr Können zum Besten geben werden. Weitere Informationen zum Programm gibt es im Internet unter www.kuhstallkonzerte.de.

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