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Silvester : Berliner: Der Klassiker ist der Renner

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zu Silvester ist in den Neumünsteraner Bäckereien Großkampftag. Traditionelle Sorten mit Zucker, Guss und Marmelade sind am beliebtesten.

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erstellt am 30.Dez.2015 | 18:14 Uhr

Neumünster | Gestern Nachmittag herrschte in den Produktionshallen von Bäcker Andresen an der Haberstraße noch die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm. Doch ab 21 Uhr begann das, was Chefin Maren Andresen als Großkampftag bezeichnet: Bis zum frühen Morgen werden rund 60 Mitarbeiter und Aushilfen mit der Berliner-Produktion beschäftigt gewesen sein. Sie werden für die 20 Filialen in Neumünster, Kiel, Rendsburg, Bordesholm, Bad Bramstedt und Itzehoe hergestellt. Erst gegen 14 Uhr, wenn die Geschäfte schließen, darf der letzte Mitarbeiter Feierabend machen.

Daniel Clasen ist in diesem Jahr der hauptverantwortliche Mitarbeiter für die Berliner-Produktion. „Er ist quasi unser Häuptling der Berliner und sorgt dafür, dass die Qualität stimmt und alle Berliner gleichmäßig gefüllt sind“, sagt Stefan Andresen. Christian Brockstedt ist zu Silvester für die Teigherstellung verantwortlich. Der fertige Teig kommt zunächst auf einen sogenannten Press-Teller, der dann in die Brötchenpresse geschoben wird. Die Rohlinge werden in den Garraum gebracht und von dort in die Fettbackanlage, in der sie von beiden Seiten je drei Minuten gebacken werden. Anschließend werden sie mit den verschiedenen Leckereien befüllt – von Marmelade bis Champagner-Creme.

Wie viele der süßen Gebäckstücke zu Silvester hergestellt werden, fällt unter das Betriebsgeheimnis. Nur so viel verriet Maren Andresen: „Jeder Neumünsteraner wird gut versorgt sein.“

Die Renner bei Andresen sind nach wie vor die traditionellen Sorten: „Berliner mit Zucker und Guss, gefüllt mit Marmelade oder Pflaumenmus, laufen am besten“, sagt Maren Andresen, die auf die Varianten Eierlikör und Winterapfel schwört. Den Berliner mit Senf-Füllung gibt es nur auf Bestellung: „Früher war davon auf jedem Blech noch ein  Exemplar versteckt, aber das kann man heute nicht mehr machen, dann werden die Leute böse“, sagt sie schmunzelnd.

Auch in der Bäckerei Günther an der Kieler Brücke wird der Senf-Berliner nach wie vor gekauft. Aber auch hier laufen die klassischen Sorten am besten, bestätigt Bäckereifachverkäuferin Tanja Hamann. Ihre persönliche Lieblingssorte ist das „Goldstück“, gefüllt mit Vanille und Erdbeer. „Wieder im Angebot haben wir in diesem Jahr den Berliner mit Schokolade, den gab es in den vergangenen drei Jahren nicht“, sagt Tanja Hamann.

Michely am Großflecken bietet zu Silvester gleich 20 verschiedene Berliner-Sorten an. Neben den klassischen Varianten mit Guss und Zucker können die Kunden unter anderem zwischen Berlinern mit Apfel, Champagner, Marzipan oder Nougat wählen. „Der Renner bei uns sind Guss- und Zucker-Berliner mit Frucht und Pflaume. Bei den spezielleren Sorten sind Vanille und Schokolade gefragt“, sagt Bäckereifachverkäuferin Anika Merk. Zum ersten Mal gibt es bei Michely in diesem Jahr auch eine Damen- und Herren-Version. Die Damen-Berliner sind mit Baileys-Creme gefüllt, für die Herren der Schöpfung gibt es eine Mandel-Karamel-Whisky-Füllung. Trotz der Berliner-Flut ist Anika Merk der süßen Leckerei bislang nicht überdrüssig geworden: „Ich esse in diesem Jahr am liebsten die Sorte mit Hugo-Füllung oder die klassische Variante  mit Vanille. Berliner gehen einfach immer!“

Und was geht an Silvester eher nicht? Klare Antwort: Alles andere! „Der Fokus liegt ganz klar auf Berlinern, daher wird die restliche Kuchenproduktion definitiv heruntergefahren. An Silvester gibt es nur ein schmales Sortiment für diejenigen, die etwas anderes essen möchten“, sagt Maren Andresen.

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