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Weinköste : „Berlin hat Konkurrenz bekommen“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Viel Lob für die Weinköste: Rund 16 000 Besucher genossen am Teichufer eine laue Sommernacht mit Musik und edlen Tropfen.

shz.de von
erstellt am 15.Sep.2014 | 12:00 Uhr

Neumünster | Weinköste, Kunstflecken, Nordbau – und da sage noch einmal jemand, in Neumünster sei nichts los! Allein während der Weinköste genossen insgesamt 16 000 Besucher die entspannte Atmosphäre rund um den Teich. Nachdem sich bereits der Freitag als „phänomenal“ erwies – wie Winzer Alfred Ochs es beschrieb – war auch der Sonnabendabend für alle Beteiligten von großem Erfolg gekrönt.

„Als Winzer komme ich in ganz Deutschland herum und bis jetzt gehörte das Weinfest am Spreeufer immer zu meinen Favoriten. Nach den beiden Tagen hier am Teich kann ich nur sagen: Berlin hat Konkurrenz bekommen“, schmunzelte Ochs. Der Winzer mit eigenem Weingut im rheinhessischen Monsheim war das erste Mal mit einem Stand in Neumünster vertreten. Er lobte das „saumäßig“ gute Ambiente, die tolle Organisation und nicht zuletzt das Publikum. „Die Besucher zeigen großes Interesse an den Weinen. Das freut mich als Produzent natürlich besonders. Ich will ja nicht einfach nur verkaufen, sondern den Leuten die Qualitäten verschiedener Weine näherbringen“, erklärte Alfred Ochs, sprachs und winkte die Michael-Weiß-Jazzband, die sich im Hintergrund positioniert hatte, an seinen Stand: „Kommt, ich geb’ einen aus. Wer ohne Verstärker so gute Musik macht, sollte mit einem guten Wein belohnt werden“, lud Ochs die Band ein. Das ließen sich die vier Musiker nicht zweimal sagen.

Gute Musik ganz anderer Couleur gab es 200 Meter weiter. Gut geschützt unter einem Holzdach hatte Sven van Koetsveld sein rollendes Klavier platziert. 20 Jahre hatte der Hamburger bereits seinen Lebensunterhalt als gelernter Drucker bestritten, als er sich vor drei Jahren entschloss, seiner Passion zu folgen und als Straßenmusiker sein Geld zu verdienen. Seitdem ist er mit seinem „streetpiano“ in Norddeutschland unterwegs, um sein Publikum mit Coverversionen von Elton John bis Billy Joel zu begeistern. Citymanager Michael Keller hatte van Koetsveld zufällig in der Hamburger Spitaler Straße gehört. „Ich habe sofort gedacht, dass das der Richtige für die Weinköste ist“, erzählte Keller. Mit dieser Einschätzung lag er richtig. Immer wieder blieben vorbeigehende Besucher stehen, um den Liedern des Pianisten zu lauschen.

Lina Grage und ihr Freund Dan Popek ließen sich sogar zu einer spontanen Session hinreißen. Im fliegenden Wechsel begeisterten die Klaus-Groth-Schülerin aus Neumünster und der Profimusiker aus Heilbronn die Köstenbesucher mit ihrem virtuosen Spiel.

An einem der voll besetzten Tische nebenan hatte es sich Manuela Capell mit Mann und Freunden gemütlich gemacht. „Das hier ist eine tolle Veranstaltung. Am Freitag mussten wir leider früh gehen, weil unser neunjähriger Sohn sich langweilte und anfing zu quengeln. Vielleicht wäre es eine gute Idee, ein Open-Air-Kino für Kinder aufzubauen“, schlug die Einfelderin vor.

Nichts auszusetzen hatten Gabriela Hutzfeld-Stier und ihr Sohn Hendrik. Die ehrenamtlichen Rettungssanitäterin und der Rettungsassistent von der Katastrophenschutz-Einheit beschrieben die Weinköste als ein sehr entspanntes Fest. Während des gesamen Festes gab es für die DRK-Helfer nur einen einzigen Einsatz.


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