Silvesterbilanz Neumünster : „Bemerkenswert ruhiger Jahreswechsel“

Überall in der Stadt und im Umland begrüßten die Bürger das neue Jahr 2018. Diese Aufnahme schickte uns eine Leserin vom Turm in Arpsdorf.
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Überall in der Stadt und im Umland begrüßten die Bürger das neue Jahr 2018. Diese Aufnahme schickte uns eine Leserin vom Turm in Arpsdorf.

Ein junger Mann wurde von einer Rakete schwer verletzt, insgesamt gingen die Einsatzzahlen von Polizei und Feuerwehr aber erneut zurück.

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01. Januar 2018, 13:55 Uhr

Neumünster | Durch eine in der Jacke explodierte Rakete ist ein 25-Jähriger um eine Minute nach Mitternacht in der Billrothstraße (Gartenstadt) schwer verletzt worden. Der Mann kam mit starken Verbrennungen in eine Kieler Spezialklinik. Lebensgefahr besteht nach ersten Erkenntnissen nicht. Abgesehen von diesem Vorfall meldeten Polizei und Berufsfeuerwehr am Neujahrstag verhältnismäßig wenige Einsätze. „Das war ein bemerkenswert ruhiger Jahreswechsel“, bilanzierte Polizeisprecher Sönke Hinrichs. Wilhelm Duda von der Berufsfeuerwehr sprach von einer „ruhiger werdenden Tendenz“.

Die eingesetzten Beamten der Polizei Neumünster rückten im Zeitraum zwischen 18 Uhr an Silvester und 6 Uhr an Neujahr zu 56 Einsätzen (62 im Vorjahr) aus. Spektakuläre Einsätze seien nicht dabei gewesen. „Die Gewahrsamszellen blieben leer“, erklärte Hinrichs. Polizeibeamte wurden nicht verletzt. Die Silvesternacht wurde dominiert von Ruhestörungen (zwölf Fälle) und alkoholbedingten Streitigkeiten (sechs Fälle). Rund ein halbes Dutzend Mal wurden die Beamten wegen Körperverletzungen gerufen. Schwerverletzte gab es hier nicht. Gegen 3 Uhr rief ein Mann aus dem Wernershagener Weg an, der dort von seiner Frau verprügelt wurde. In vier Fällen fertigten die Beamten Anzeigen wegen Sachbeschädigungen durch Böller und anderes Feuerwerk.

Die Feuerwehr hatte fünf Einsätze. Viermal brannten Müllcontainer, und zwar in der Beethovenstraße, in der Ehndorfer Straße, in der Einfelder Straße und in der Wilhelmstraße. Nach Auskunft der Polizei dürften hier Böller die Ursache für die Feuer gewesen sein. Um kurz nach Mitternacht schlug zudem die Brandmeldeanlage an der Alten-Post-Passage wegen des Raketen-Rauchs an. Der Rettungsdienst rückte von Mitternacht bis 5 Uhr zu 30 Einsätzen aus, das sind etwas weniger als im Vorjahr.

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