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Holsteinischer Courier

20. Oktober 2017 | 18:46 Uhr

Fantastische Show : Bekannte Tricks ganz neu

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Mentalist Marc Gettmann zauberte und verzauberte sein Publikum im Statt-Theater.

Neumünster | Eine Show als Brückenschlag von der klassischen Zauberei hin zur modernen Illusion gelang am vergangenen Freitag dem professionellen Mentalist Marc Gettmann im ausverkauften Statt-Theater am Haart. Mit seinen Tricks verblüffte er gekonnt die 150 Zuschauer, las und manipulierte deren Gedanken und am Schluss konnten die Gäste sogar einmal hinter seine Tricks schauen.

Der vergnügliche Abend begann mit einem schlichten Schreibblock auf dem „Magic“ stand und aus dem eine echte Bowlingkugel fiel. Für die jüngeren Gäste erklärte Gettmann den Schreibblock: Er sei ein analoges E-Book.

Selbstverständlich hatte er auch einen Seiltrick dabei. Die seien schon total out gewesen, aber nach dem Film „Fifty Shades of Grey“ seien besonders die Frauen gespannt, was er mit dem Ding mache. Er hatte viele Varianten drauf.

Zu einem Höhepunkt der Show durfte Eva Manke aus Neumünster einen Ring beisteuern, der in einer Schmuckschatulle verschwand und in einer Zitrone nicht wieder auftauchte. Tröstlich meinte Gettmann: „Ich habe ein Piercing, aber unter der Gürtellinie.“ Ahnend, was da kommen könnte, meinte Manke: „Den kannst du behalten.“ Aus der aufgeknöpften Hose zog er eine Stahlkette und an deren Ende konnte die Neumünsteranerin ihren Ring wieder entgegennehmen. Die Folge: totale Begeisterung im Saal.

Und der Magier sorgte weiter für Staunen. Imke Frank aus Neumünster durfte eine Karte kennzeichnen, der Magier verschluckte das ganze Kartenspiel, brachte es wieder hervor. Eine Karte hatte der Zauberer zum Schluss noch im Mund, die Imke Frank hervorholte, ihrerseits mit dem Mund: Es handelte sich um die von ihr gekennzeichnete Karte. „Mit dem Mund hat das noch nie jemand gemacht”, war selbst der Zauberer verblüfft und zollte seiner Mitspielerin Respekt.

Nach der Pause erlebten die Besucher fantastische Gedankenspiele des Illusionisten. So durfte ein Herr eine imaginäre Pin-Nummer wählen, eine Dame an jemand Besonderes denken und eine weitere einen Gegenstand auf Papier malen. Alle drei Rätsel knackte Gettmann gekonnt. Ein Wort, das sich ein Kandidat aus einem rund 200 Seiten starken Buch merkte, hatte er auch parat. Diese meisterlichen Gedankenübertragungen schaffte er aber nur mittels seiner haitischen Voodoopuppe „Lennard“, die er hin und wieder bemühte.

Natürlich gehörten zu seiner Zauberschau auch der allseits bekannte Hütchen-Trick mit drei Metallbechern und drei Bällen, die immer in anderen Bechern auftauchten. Als aber am Schluss Zitronen in den Bechern waren, aus einem leeren Hut eine Melone hervorkam, waren die Zuschauer begeistert – auch wenn wohl schon alle Gäste sahen, wie ein Zauberer Münzen aus Nase, Ohren oder Hemden hervorbrachte und wieder verschwinden ließ. Gettmann machte es charmant, wie seine gesamte Magic-Show. Lang anhaltender Beifall belohnte ihn.

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