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Holsteinischer Courier

24. September 2017 | 14:22 Uhr

Einfeld : Beirat ermahnt Temposünder

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Fair-Fahr-Wochen sollen die Autofahrer in Einfeld sensibilisieren.

Neumünster | Autofahrer, die zu schnell auf den Straßen unterwegs sind, sind den Einfeldern schon lange ein Dorn im Auge. Der Stadtteilbeirat hat gestern seine ersten Fair-Fahr-Wochen gestartet – mit einer Infoblatt-Aktion an der Straße Am Moor, die zur Kindertagesstätte (Kita) Villa Kunterbunt führt. Mit Unterstützung der Polizei wurden ab 7 Uhr rund eine Stunde lang die Autos angehalten, die sich augenscheinlich nicht an Tempo 30 hielten.

Mehr als 30 Fahrer wurden in dieser Zeit von Polizeikommissar Thorsten Bestmann und seinem Kollegen, Hauptmeister Karsten Kils, sowie den Beiratsmitgliedern Sandra Weiß, Ingrid Hagemann und Sven Radestock angesprochen und über die Initiative informiert.

Die meisten „Temposünder“ reagierten freundlich und begrüßten die Aktion. So sagte zum Beispiel ein Autofahrer: „Ich finde das besser, als nur ein Ticket zu bekommen. Darüber denkt man sowieso nicht weiter nach.“

Die Erzieherin Sabine Beyme berichtete: „Obwohl wir die Eltern auf jedem Elternabend darauf hinweisen, ist das zu schnelle Fahren hier seit jeher ein Problem.“

Nach einer Umfrage des Beirates unter den Einfeldern war deutlich geworden, dass zu schnelles Fahren, verbotenes Parken oder das Fahren über den Bürgersteig an einigen Stellen immer wieder Unmut und gefährliche Situationen auslösen. „Wir wollen mit den Fair-Fahr-Wochen niemanden anklagen, sondern ein Zeichen setzen, um die Autofahrer für die neuralgischen Punkte in Einfeld zu sensibilisieren“, sagte der Stadtteilbeiratsvorsitzende Sven Radestock. „Denn trotz eindeutiger Regelungen werden Verkehrsschilder ignoriert. In der Regel ist das wahrscheinlich gar nicht böswillig gemeint, sondern einfach nur gedankenlos und dem täglichen Trott geschuldet“, mutmaßte er. Mit den Fair-Fahr-Wochen werde man nun aktiv für mehr Aufmerksamkeit, Fairness und Toleranz werben.

„Wir überprüfen das Fahrverhalten. Die Versicherungspflicht rechtfertigt und fordert unser Einschreiten, deshalb unterstützen wir diese vorsorgliche Maßnahme“, erklärte auch Kommissar Thorsten Bestmann.

In den kommenden beiden Wochen werden die Beiratsmitglieder auch an Dorfstraße, Parchimer Straße, Enenvelde und an der Ecke Einfelder Straße/Hans-Böckler-Straße stehen.

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