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Waldorfschule : Beirat Einfeld erkämpft Zebrastreifen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Stadt gibt grünes Licht für eine Verkehrsquerung vor der Waldorfschule am Roschdohler Weg. Der Termin ist noch für dieses Jahr angesetzt.

Neumünster | Seit Jahren kämpfen die Mitglieder des Stadtteilbeirats Einfeld für einen Zebrastreifen vor der Waldorfschule – ohne Erfolg. Umso überraschter war Stadtteilvorsteher Sven Radestock, als er jetzt Post von der Stadt erhielt. „In dem Brief stand, dass die hiesige Straßenverkehrsbehörde den Zebrastreifen am 6. November angeordnet hat“, sagt er erfreut.

Bei einer Brennpunkt-Tour durch Einfeld waren die Mitglieder des Stadtteilbeirats im September vergangenen Jahres auf die Gefahrenstelle am Roschdohler Weg aufmerksam geworden. „Für die Kinder ist es wegen des hohen Verkehrsaufkommens sehr gefährlich, die Straße zu überqueren“, sagt Radestock, der daraufhin mit dem Wunsch nach einem Zebrastreifen an die Stadt herantrat. Doch die lehnte ab – mit der Begründung, dass die Voraussetzungen für eine solche Verkehrsquerung nicht vorlägen. „So erging es bereits dem vorherigen Stadtteilbeirat, der vor der Schule ebenfalls einen Zebrastreifen gefordert hatte und auf Ablehnung stieß“, sagt Radestock.

Doch die Mitglieder des Stadtteilbeirats ließen nicht locker. Unterstützung erhielten sie von Nicole Müller, Mutter einer siebenjährigen Tochter und eines elfjährigen Sohnes, die die Waldorfschule besuchen. Sie startete im September vergangenen Jahres eine Unterschriftenaktion für einen Zebrastreifen am Roschdohler Weg. „Ich hatte ein wirkliches Problem, meinen Kindern zu erklären, an welcher Stelle sie auf ihrem Schulweg die Straße überqueren können. Viele Autos fahren hier schneller als die erlaubten 30 Kilometer pro Stunde. Außerdem ist der Bereich sehr unübersichtlich“, sagt sie. Die Unterschriften übergab sie an den Stadtteilbeirat, der leitete sie an die Stadt weiter.

Was den Ausschlag für eine Entscheidung zugunsten des Zebrastreifens gab, erklärt Verkehrsplaner Michael Köwer: „Wir müssen uns natürlich an Richtlinien halten. Es ist erforderlich, dass eine Mindestanzahl an Fußgängern und Autofahrern den entsprechenden Bereich passiert“, erklärt er. Vor den Sommerferien fand daher eine Verkehrszählung statt – mit positivem Ergebnis.

Geplant ist der Zebrastreifen laut Köwer in Höhe des Haupteinganges der Schule, wo sich auch die Bushaltestelle befindet. Nach Informationen der Verkehrsaufsicht ist die Einrichtung noch für dieses Jahr angedacht.

Bei den Beteiligten sorgt die Nachricht für Freude. „Für die Schüler ist das eine unglaubliche Erleichterung“, sagt Frank Schade, Geschäftsführer der Waldorfschule. Nicole Müller ist ebenfalls begeistert: „Es ist toll zu sehen, dass man mit Einsatz etwas ausrichten kann.“ So sieht es auch Sven Radestock: „Ich habe gelernt, dass man nicht locker lassen darf und bestimmte Antworten auch mal hinterfragen muss.“

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erstellt am 21.Nov.2014 | 11:15 Uhr

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