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Seniorenmagazin : Beinahe hätte ich einen Werbespot gedreht

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Schon vor Jahren wurde ich in die Kartei einer Werbefirma aufgenommen / Jetzt erst kam das erste Angebot und dann gleich für eine Fernsehwerbung

von
erstellt am 27.Dez.2013 | 16:15 Uhr

Vor sechs Jahren war ich zum Foto-Shouting in Hamburg. Nur so aus Jux und Dollerei. Insgeheim habe ich aber doch gehofft, dass jemand vom Fernsehen oder der Werbebranche anruft. Ich wurde dort in die Kartei aufgenommen. Es tat sich aber nichts, und ich hatte die ganze Aktion schon längst abgehakt.

Bis vor einigen Wochen das Telefon klingelte und eine nette Dame von der Agentur „Oldtime Omas“ aus Hamburg mich fragte, ob ich Lust hätte zum Casting nach Hamburg zu kommen. Edeka möchte einen Werbefilm mit einer Oma, Alter 70 bis 85 Jahre, drehen. Ich war gleich begeistert und ließ mir einen Termin geben. Mir war natürlich klar, dass ich nicht die einzige Bewerberin war. Doch ich hatte ja nichts zu verlieren. Im Gegenteil, es wurde ein tolles Honorar in Aussicht gestellt. Ich ließ mir also die Unterlagen schicken, um zu sehen, welchen Text ich lernen musste. Jetzt wurde es heikel. Es wurden dreherfahrene Charaktergesichter gesucht. Das konnte ich von mir ja nun nicht behaupten.

Die Oma sollte alt sein, aber in guter Verfassung, lustig und wunderbar schrullig. Sie interessiert sich für das Leben der anderen und ist auch fürsorglich mit ihrem Umfeld. Sie ist absolut lebenslustig und das Gegenteil von „mein Leben ist vorbei“. Der Text war kurz. Es kam also darauf an, es schauspielerisch gut rüber zu bringen.

Doch es sollte wohl nicht sein. Einen Tag vor dem Termin wurde ich krank und musste absagen. Jetzt werde ich bei der Werbung mal genauer hinsehen und mir die Oma anschauen. Vielleicht kommt ja noch mal ein Angebot, wo eine sportliche, agile Oma gesucht wird. Ich bin sofort dabei!

Das gesamte Seniorenmagazin finden Sie in der heutigen Courier-Ausgabe.

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