Neumünster : Beim Jugendverband soll es barrierefrei werden

Fast wie gehabt: Den Vorstand des JVN bilden (von links) Stefan Zastrow (2. Vorsitzender), Markus Hinz (Kassenwart), Tristan Göttsche (Beisitzer), Dennis Voiges (Beisitzer), Dirk Necker (Beisitzer), Dietrich Mohr (erster Vorsitzender), Tim Herm (Abteilungsleiter Ferienspaß), Marco Maibaum (Geschäftsführer), Felix Kahlcke (Bundesfreiwilligendienstler), Ute Gräfe (Verwaltungsleiterin).
Fast wie gehabt: Den Vorstand des JVN bilden (von links) Stefan Zastrow (2. Vorsitzender), Markus Hinz (Kassenwart), Tristan Göttsche (Beisitzer), Dennis Voiges (Beisitzer), Dirk Necker (Beisitzer), Dietrich Mohr (erster Vorsitzender), Tim Herm (Abteilungsleiter Ferienspaß), Marco Maibaum (Geschäftsführer), Felix Kahlcke (Bundesfreiwilligendienstler), Ute Gräfe (Verwaltungsleiterin).

Der Jugendverband Neumünster wünscht sich einen Aufzug für das Gebäude an der Boostedter Straße.

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24. März 2018, 11:18 Uhr

Als einen „Antrag, der mein Herz erwärmt“ bezeichnete Dietrich Mohr, erster Vorsitzender des Jugendverbands Neumünster (JVN), das Anliegen von Annabell Pescher. Sie erläuterte bei der Vollversammlung des JVN den gemeinsam von der Evangelischen Jugend und dem Verein Lichtblick gestellten Antrag auf einen Aufzug im Gebäude des JVN.

„Die Jugendsprecherin des Vereins Lichtblick wäre heute Abend auch gerne dabei. Sie kommt aber nicht hoch, weil sie im Rollstuhl sitzt“, sagte Annabell Pescher. „Das ist so kein Zustand, und Hochtragen ist unwürdig“, meinte sie weiter. Der Saal im Gebäude an der Boostedter Straße 3 wird für Versammlungen, aber auch kulturelle Veranstaltungen genutzt, weil er über eine Theaterbühne verfügt. Er ist über eine Wendeltreppe erreichbar, die ein denkmalgeschütztes Geländer hat.

Thomas Wittje, Abteilungsleiter der Kinder- und Jugendarbeit bei der Stadt, hat die Planungen für einen Fahrstuhl bereits in Gang gesetzt: „Wir unterstützen den Antrag. Ein Treppenlift ging aus baurechtlichen Gründen nicht. Barrierefreiheit geht aber vor Denkmalschutz.“

Die Planungskosten trägt bisher der Fachdienst, die Kosten für die Baumaßnahme muss die Politik allerdings noch bewilligen und in den Haushalt 2019/20 einstellen. „Es ist ein städtisches Gebäude, und wir sitzen hier auch mit drin, daher sehe ich es als städtische Aufgabe“, so Thomas Wittje. Starten könnte der Bau aber erst 2019.

Außerdem standen noch Wahlen auf der Tagesordnung. Alle Kandidaten bekamen das einstimmige Votum der rund 60 Delegierten der Vereine und Verbände. Im Vorstand bestätigt wurde Stefan Zastrow als zweiter Vorsitzender, Markus Hinz bleibt Kassenwart, Tristan Göttsche und Silke Knippschild bleiben Beisitzer. Neu dazu gekommen ist Dennis Voiges als Beisitzer.

Im JVN sind zurzeit 39 Vereine und Verbände organisiert mit insgesamt rund 17 000 Mitgliedern. Um nicht nach dem Gießkannenprinzip zu unterstützen, werden die Mitglieder in einer Internet-Umfrage befragt, was sie konkret brauchen.

„Wir sind mit 70 Ehrenamtlern gut aufgestellt. Aber hinzu kommt, dass die Ansprüche der Eltern sich gewandelt haben, sie verlangen vermehrt Qualifikationen von den ehrenamtlichen Mitarbeitern“, so Geschäftsführer Marco Maibaum.

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