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Holsteinischer Courier

13. Dezember 2017 | 14:23 Uhr

Behinderten-WC am See erneut vertagt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bauausschuss schreckt vor hohen Kosten zurück und fordert eine detaillierte Aufstellung / Stadtteilvorsteher und Behindertenbeauftragter verärgert

von
erstellt am 07.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Das Ringen um den behindertengerechten Ausbau der Toilettenhäuschen am Einfelder See geht weiter: Der Bauausschuss konnte sich in seiner Sitzung am vergangenen Donnerstag auch im zweiten Anlauf (noch) zu keiner Entscheidung für den Einbau der Behinderten-Toiletten durchringen, den der Stadtteilbeirat Einfeld im Schulterschluss mit dem Behinderten-Beauftragten der Stadt, Hartmut Florian, seit dem Sommer anmahnt.

Zwar bestreitet niemand den Bedarf der Toiletten am See, die Politik schreckte aber vor den hohen Kosten zurück, die die Stadt für die Nachrüstung veranschlagt: Im Auftrag der Stadt hat ein Architektenbüro die Sanierung der drei Toilettenhäuschen an der Einfelder Schanze, an der DLRG-Station und am Seekamp auf rund 210  000 Euro hochgerechnet. Die anteiligen Kostern für den barrierefreien Ausbau werden dabei mit 64 000 Euro angegeben (der Courier berichtete).

Für 210 000 Euro könne man auch ein Familienhaus mit behindertengerechter Ausstattung bauen, mokierte sich Elke Christina Roeder (SPD) über den Ansatz. Und auch die CDU forderte vor einem endgültigen Ja eine exakte Kostenaufschlüsselung. „Das ist eine Stange Geld, das möchten wir schon genauer wissen“, sagte Helga Bühse – machte aber zugleich schon einmal einen Deckungsvorschlag: Die drei Toilettenanlagen sollten aus dem Verkaufserlös für das ehemalige Kirchenkreisjugendheim am Seekamp finanziert werden, schlug Bühse vor.

Eine detaillierte Kostenaufstellung für die WC-Sanierung am Einfelder See soll die Verwaltung jetzt in der nächsten Sitzung nachliefern.

Hartmut Florian und Einfelds Stadtteilvorsteher Sven Radestockt zeigten sich enttäuscht über erneute Verzögerung: Die geforderte genaue Kostenaufstellung hätte die Verwaltung längst liefern können, ärgerte sich Sven Radestock.

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