Begleitung auf dem Weg zur Stadtteilschule

Die Quartiermanagerinnen und der Schul-Koordinator haben ihre Büros jetzt im Container auf dem Pausenhof

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01. April 2011, 08:26 Uhr

Neumünster | Die Veränderungen im Umfeld der Vicelinschule gehen weiter. Mit der Einrichtung von Containerbüros direkt auf dem Schulhof sind Arbeitsplätze für das Quartiermanagement im Vicelinviertel entstanden, die mit einer kleinen Feierstunde jetzt offiziell eingeweiht wurden. Dabei kam es - und das war gar nicht eingeplant - zu einem Wortgefecht zwischen dem verantwortlichen Projektleiter bei der Arbeiterwohlfahrt (Awo) und dem Stadtpräsidenten.

Awo-Regionalleiter Joachim Wendt-Köhler lobte zwar die vorbildliche Arbeit im Vicelinviertel: "Hier stimmen die Strukturen. Die Menschen sind sich einig über die gemeinsamen Ziele." Insgesamt aber hatte der Awo-Chef beklagt, dass nach den Kürzungen von Zuschüssen und Beihilfen die Stimmung landauf, landab bei vielen Beteiligten gelitten habe. Angesichts des harten Sparkurses müsse man die soziale Arbeit mit ihren Ansprüchen und Leistungen heute mittlerweile völlig neu definieren.

Diese kritischen Worte riefen Neumünsters Stadtpräsidenten Friedrich-Wilhelm Strohdiek auf den Plan. Qualitätsverluste als Folge finanzieller Einschnitte stritt er vehement ab. In der jetzigen angespannten Situation müsse man eben "viele Dinge auf einem anderen Niveau machen". Laut Strohdiek kommt dabei den Initiativen im ehrenamtlichen Bereich eine größere Bedeutung zu als je zuvor. Strohdiek wörtlich: "Wir alle sollten nach einer Vorbildfunktion streben."

Einig waren sich der Awo-Mann und der Freizeit-Politiker dann aber in der Einschätzung, dass die Vicelinschule mit der für den Sommer anvisierten Modernisierung und mit dem geplanten Neubau des Stadtteilzentrums (der Courier berichtete) "eine Top-Adresse" in der Stadt werden dürfte.

Auch Quartiermanagerin Daniela Westphal-Gerigk lobte, dass im Vicelinviertel "ganz viele verschiedene Menschen etwas bewegen wollen. Das gefällt mir." Assistentin Martina Timm soll helfen, diese Initiativen zu bündeln. Eine wichtige Rolle übernimmt auch Ricardo Grams, der Dritte im Bunde. Als offizieller "Koordinator der Stadtteilschule" will er die Entwicklung der Vicelinschule vorantreiben. Dabei werden nach seinen Worten neben den Kindern die Erwachsenen im Stadtteil einbezogen, soziale und kulturelle Projekte sollen das Angebot erweitern. Schon heute ist an der Vicelinschule vormittags ein kleines Stadtteilcafé eingerichtet, eine Tanzgruppe kommt hier ebenso zusammen wie der Frauengesundheitstreff.

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