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Boostedt : Begleiter von Flüchtlingen erhalten eine Pauschale

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Amtsausschuss beschloss eine Aufwandsentschädigung.

Boostedt | Für die ehrenamtliche Begleitung Asylsuchender gibt es eine Betreuungskostenpauschale. Das beschlossen die Mitglieder des Amtsausschusses Boostedt-Rickling einstimmig während der Sitzung am Donnerstagabend in Braak.

Wie der leitende Verwaltungsbeamte Sven Plucas erläuterte, veranschlagt der Kreis Segeberg für eine asylsuchende Person 20 Euro pro Monat, ab zwei Personen werden 40 Euro vergütet. Die Pauschale wird während der ersten drei Monate nach der Ankunft gezahlt. Da in der Regel keine Eins-zu-eins-Betreuung stattfindet, teilen sich die Betreuer die Aufwandsentschädigung.

„Das deckt nicht die Kosten, ist aber immerhin eine Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit“, bemerkte Dr. Anne Engelhard, die in Rickling zusammen mit sechs Frauen eine Betreuungsgruppe bildet. Die Helfergruppe unterstützt die Neuankömmlinge im Alltag zum Beispiel beim Einkaufen oder Arztbesuchen.

Grundsätzlich gilt, dass Kommunen die volle Betreuungskostenpauschale erhalten, wenn sie eigenverantwortlich in vollem Umfang die Betreuung der Asylsuchenden abdecken. „Das ist bei uns im Amt nicht der Fall“, sagte Sven Plucas. Daher bekommen die teilehrenamtlichen Helfer nur 20 Prozent der Betreuungskostenpauschale. Für einen Sprachmittler, der kein ausgebildeter Dolmetscher ist, sondern Kommunikationshilfe bei Behörden bietet, werden pro halbe Stunde 10 Euro vergütet. Eine Fahrtkostenpauschale von 30 Cent pro Kilometer kann ebenfalls erstattet werden.

„Bis Ende des vergangenen Jahres sind im Amtsgebiet 52 Asylsuchende untergebracht worden“, teilte Sven Plucas in seinem Jahresbericht mit. Insgesamt wohnen im Amtsgebiet 11 583 Menschen, damit ist das Amt Boostedt-Rickling das drittgrößte im Kreis Segeberg.

Dann ging es um die EDV. Nach wie vor haben die Mitarbeiter der Amtsverwaltung Probleme mit der EDV, weil der Anschluss an das Dataport-Rechenzentrum fehlerhaft ist. Wolfgang Brückner (CDU) hielt seine Enttäuschung darüber nicht zurück: „Die Umstellung ist stümperhaft vorbereitet worden. Bis spätestens zum Eintreffen der Flüchtlinge muss die EDV funktionsfähig sein.“ Wolfgang Brückner vertritt das Amt im IT-Verbund Schleswig-Holstein.

Schließlich erklärte Jörg Nero, dass er auch nach seiner möglichen Wahl zum stellvertretenden Kreiswehrführer seine Funktion als Amtswehrführer beibehalten werde. Als „ein ruhiges Jahr“ mit 143 Einsätze bilanzierte Jörg Nero 2014. Dass die Jugendwehr in Groß Kummerfeld wieder freie Plätze hat, teilte der Amtsvorsteher Geert Uwe Carstensen mit. Außerdem gab er noch bekannt, dass das Holsteiner Auenland wieder als Aktiv-Region vom
Land Schleswig-Holstein anerkannt worden ist. 

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