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Befangenheitsanträge: Richter vertagen NSU-Prozess

vom

shz.de von
erstellt am 07.Mai.2013 | 03:59 Uhr

München | Die Hauptangeklagte erschien in weißer Bluse, schwarzem Hosenanzug - und ohne Handschellen. Zu Beginn des Prozesses um die beispiellose Mordserie der rechten Terrorzelle NSU richteten sich im Münchner Oberlandesgericht gestern alle Blicke auf die Hauptangeklagte Beate Zschäpe (Foto). Neben der 38-Jährigen müssen sich vier mutmaßliche Helfer des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) in dem Verfahren verantworten, das als eines der bedeutendsten in der Geschichte der Bundesrepublik gilt.

Wegen Befangenheitsanträgen der Verteidigung wurde der von massiven Sicherheitsvorkehrungen begleitete Prozess allerdings schon am ersten Tag für eine Woche unterbrochen. Die Tochter des ersten NSU-Opfers Enver Simsek, Semiya Simsek, sagte, die neue Verschiebung bedeute eine weitere Belastung für die Opferfamilien. "Für mich persönlich war es sehr, sehr anstrengend und belastend."

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