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Beeindruckendes Kunstprojekt zum Thema Brustkrebs

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Eine sehr mutige Ausstellung präsentieren zurzeit acht Frauen in der Eingangshalle des Friedrich-Ebert-Krankenhauses (FEK): Sie haben sich mit ihrer Brustkrebserkrankung künstlerisch auseinandergesetzt und zeigen seit Montagabend ihre Werke.

Wie erschütternd die Diagnose Brustkrebs ist, zeigt die drastische Skulptur von Ursula-Maria Langer (51): Ein Beil steckt in der Brust eines Frauentorsos. „Genau so habe ich die Diagnose empfunden – wie einen Schlag in den Körper“, sagt sie. Eineinhalb Jahre liegt die Schreckensmeldung zurück. In der Zeit ist die zweifache Mutter zweimal operiert worden und bekam Bestrahlung. „Das Leben ändert sich schlagartig, der Körper und die Seele sind im Chaos. Ich musste in Kürze meinen Alltag neu organisieren“, erzählt sie.

Das Kunstprojekt fand im Februar in der Gerisch-Stiftung statt, gemeinsam mit sieben anderen betroffenen Frauen hat Ursula-Maria Langer ein Wochenende an den Skulpturen gearbeitet. „Wichtig war das gemeinsame Kreieren und der Austausch untereinander. Wir haben offen gesprochen, viel gelacht, aber auch geweint. Es war ein heilsamer Prozess“, sagt die besondere Künstlerin. Ihr imponierendes Objekt bietet Ursula-Maria Langer zum Kauf an. Das Geld soll einer Einrichtung zugute kommen, die sich um Brustkrebspatienten kümmert.

Initiatorin der Kunstaktion ist Dr. Ingrid Buck, Leiterin des Holsteinischen Brustzentrums und Kunsttherapeutin. Sie hat die Aktion von Anfang an begleitet. „Das Wichtigste war mir, dass man die Frauen nicht unvorbereitet in eine Krise gehen lässt“, erklärte sie anlässlich der Vernissage.

„Ausgestellt habe ich mein Werk, um darauf aufmerksam machen, dass man Brustkrebs nicht tabuisieren sollte. Er ist heilbar. Geht zur Vorsorge!“, lautet daher der Appell von Ursula-Maria Langer.

Noch drei Wochen ist die Ausstellung zum Thema Brustkrebs tagsüber im Foyer des Friedrich-Ebert- Krankenhauses zu sehen.

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erstellt am 30.Okt.2014 | 14:15 Uhr

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