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Stadtplanung : Bauwillige haben die große Auswahl

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Häuslebauer finden 2016 ein breites Angebot. Flüchtlinge könnten Wohnungsmarkt neu beleben

von
erstellt am 11.Jan.2016 | 19:50 Uhr

Neumünster | Erwächst aus der Not eine Chance? – Ausgerechnet der Flüchtlingsstrom könnte der Wohnungswirtschaft in Neumünster nach Jahren des Stillstands wieder wichtige Impulse geben. Darauf spekuliert jedenfalls Neumünsters Stadtplanung.

Hintergrund: Ab Oktober dieses Jahres werden Neumünster erstmals seit Einrichtung der Landesunterkunft am Haart wieder Flüchtlinge zur dauerhaften Aufnahme zugewiesen. Bernd Heilmann, Leiter der Stadtplanung, geht davon aus, dass es nicht dabei bleibt: Auch viele Menschen aus dem Umland würden mittelfristig dort hinziehen, wo sie Arbeit finden. Und das sei eher in der Stadt, mutmaßt Heilmann.

Dann könnte sich für Neumünster als Vorteil erweisen, was lange als Problem der Wohnungswirtschaft gehandelt wurde: die vielen Leerständen auch in zentraler Lage. Steige die Nachfrage nach günstigem Wohnraum, werde auch die Bereitschaft zu Investitionen wieder zunehmen. Die Wiederbelebung von jetzt kaum vermietbaren Wohnungen lohne sich dann wieder, vermutet Heilmann. Das könne wiederum auch die anderen Segmente der Wohnungsentwicklung anschieben bis hin zum Eigenheimbau.

Potenzielle Bauherren haben auf der Suche nach Baugrund 2016 wieder Auswahl: Zwar hat die Stadt aus Kostengründen zurzeit keinen eigenen Baulandvorrat, aber es gibt durchgeplante oder vorgesehene Baugebiete.

Sie reicht von der Toplage am Einfelder See bis hin zur Erschließung von Hinterlandgrundstücken, die auch Bauherren mit schmalerem Geldbeutel anlocken könnte. Die wichtigsten Vorhaben:

> Bereits voll erschlossen ist das neue Baugebiet „Nördlich Looper Weg / Wührenallee. Die Firma Michel-Haus vermarktet hier Grundstücke in der zweiten Reihe zum westlichen Seeufer. Hier wird bereits gebaut. Nach Auskunft der Stadt sind 14 Grundstücke noch zu haben. > 15 Grundstücke zwischen 450 und 700 Quadratmetern Größe verkauft die Stadt in Ruthenberg. Das neue Baugebiet westlich der Straße Am Ruthenberg erstreckt sich von der Schadowstraße bis zum Ruthenberger Markt. Das Areal wird durch eine Stichstraße von der Straße Am Ruthenberg aus erschlossen. Die Erschließung soll im Frühjahr beginnen, Baustart für die ersten Häuser könnte damit noch im Herbst sein. Interessenten müssen sich auf Quadratmeterpreise um die 120 Euro einstellen.

> Neumünsters derzeit größtes Neubaugebiet wird am westlichen Stadtrand südlich der Wasbeker Straße geplant. Der Itzehoer Bauentwickler Wolfsteller will zwischen den Kleingartenanlagen Heinrich Förster und Glückauf 40 Grundstücke zwischen 600 und 900 Quadratmetern für den Ein- und Zweifamilienhausbau ohne Baubindung vermarkten. Zur Erschließung plant die Stadt eine Verlängerung der bislang als Sackgasse endenden Fritz-Klatt-Straße, die dann etwa in Höhe des KIN an die Wasbeker Straße angebunden werden soll. Der Bebauungsplan soll im Februar im Bauausschuss vorgestellt werden und (bei Genehmigung) anschließend in die öffentliche Auslegung gehen.

> Rund 40 Einfamilienhäuser möchte die Stadt auf derzeit noch als Garten genutztem Grund am Einfelder Kreuzkamp/Stubbenkammer planen. Ein erster Entwurf war im Stadtteilbeirat durchgefallen. Die Planer wollen einen neuen Anlauf mit überarbeiteter Planung nehmen. Stadtplaner Bernd Heilmann sieht gute Chancen für eine Einigung: „Die Mehrheit der Eigentümer möchte gerne bauen.“

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