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Neumünster : Baustelle Kieler Brücke: Viele wollen sich durchdrängeln

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

An der Baustelle auf der Kieler Brücke zeigten sich gestern sofort nach der Teilöffnung Fußgänger, Radler und Autofahrer uneinsichtig.

Neumünster | Seit gestern Morgen um 4.30 Uhr ist die Kieler Brücke für Busse und Taxen wieder geöffnet. Doch es dauerte nicht lange, da versuchten auch zahlreiche Autofahrer, Radler und Fußgänger verbotenerweise die Strecke ebenfalls zu nutzen. Doch die Durchfahrt zwischen Kuhberg und Großflecken ist für den privaten Verkehr in dem Baustellenbereich laut Stadt noch bis Ende des Monats gesperrt. An beiden Seiten der Kieler Brücke weisen Schilder eindeutig auf diese Regelung hin.

Nach den schlechten Erfahrungen, die die Stadt bereits vor drei Wochen mit uneinsichtigen Verkehrsteilnehmern auf der Kieler Brücke machte, postierten sich gestern im Auftrag des Ordnungsamtes zwei Mitarbeiter der Sicherheitsfirma Hauschildt und Blunck an beiden Enden des Nadelöhrs. Stefan Littgen (35) stand gestern mit seiner gelben Warnweste als Sicherheitspersonal gut zu erkennen ab 6.30 Uhr an der Kuhbergkreuzung. Er und sein Kollege hatten sofort gut zu tun: In rund vier Stunden mussten sie 145 Fußgänger, die sich durch die Bus- und Taxispur drängeln wollten, abweisen. 69 Radler wurden von den beiden Männern angesprochen und mussten umkehren. 25 Autos wurden wieder aus der Busspur heraus gelotst. Doch nicht immer stießen die Sicherheitsleute auf Verständnis: 9 Autofahrer fuhren in den ersten vier Stunden einfach an den beiden Männern vorbei. „Manche haben einfach Gas gegeben“, erzählte Littgen. Die Nummernschilder der Verkehrsrowdys, die einfach weiterfuhren, werden jetzt dem Ordnungsamt gemeldet.

Aber auch mancher Fußgänger oder Radler wurde unverschämt. „Wenn wir hier nicht stehen würden, wäre das genau so ein Chaos wie vor der Komplettsperrung im August“, vermutete der Sicherheitsmann.

Die Sperrung für den privaten Verkehr hat durchaus Gründe: Denn die Fahrbahn durch die Baustelle reicht in der Breite gerade einmal für einen Linienbus aus. „Es steht nur ein Fahrstreifen für beide Richtungen zur Verfügung, wir können deshalb nicht mehr Verkehr zulassen“, erläuterte Stadtsprecher Stephan Beitz. Für Fußgänger, Radler oder dichteren Autoverkehr fehlt zurzeit einfach der Platz. Eine komplette Freigabe ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Die Busse und Taxen müssen den Fahrstreifen zurzeit wechselseitig nutzen.

 

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erstellt am 11.Sep.2015 | 08:30 Uhr

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