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Bad am Stadtwald : Baustart ist nach den Sommerferien

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Bad am Stadtwald hat die Pläne für eine neue Schwimmhalle und die Neugestaltung des Außengeländes konkretisiert.

Neumünster | Die Planungen für die neue Schwimmhalle und die Modernisierung des Außenbereichs im Bad am Stadtwald gehen voran: Nachdem am 10. März der Bauantrag für das 9,6 Millionen-Euro-Projekt bei der Stadt gestellt wurde, erläuterte Tom Keidel, Leiter des Bads, jetzt die ersten Entwürfe des Architekten. Baubeginn wird am 5. September dieses Jahres sein. Das ist der erste Schultag nach den Sommerferien. Die Bauarbeiten sollen insgesamt zwei Jahre dauern und erfolgen in zwei Bauabschnitten.

Zuerst wird das Nichtschwimmerbecken im Freibad einem Hallenneubau mit acht Bahnen von je 50 Metern weichen. Die derzeitigen Planungen sehen vor, dass das Hallendach geöffnet werden kann. „Um bei gutem Wetter den Flair eines Freibads zu erzeugen, prüfen wir auch diese Option und haben dies im Bauantrag entsprechend berücksichtigt“, sagte Keidel. Allerdings würde so ein Cabrio-Dach Mehrkosten von rund 340  000 Euro verursachen. Unklar ist noch, ob das Becken eine so genannte Wettkampffähigkeit bekommen wird. „Da müsste auf den Millimeter genau nach besonderen Richtlinien geplant werden“, so Keidel. Das würde mit Mehrkosten von 120  000 Euro zu Buche schlagen. Man stehe im Gespräch mit den Schwimmvereinen und prüfe den Bedarf für ein Wettkampfbecken, hieß es. All die Extras müssten nämlich im Rahmen der Ausschreibung kompensiert werden. „Was am Ende umgesetzt wird, hängt daher vom Ergebnis der Ausschreibung ab, die im Sommer endet“, erklärte der Schwimmbad-Chef.

Sicher ist: Die neue Halle wird an der langen Westseite vier großflächige Türen bekommen, die bei guten Wetter zur künftigen Liegewiese und Terrasse geöffnet werden können. Überhaupt sind viele Glasflächen vorgesehen. „Helligkeit und die Nutzung des Tageslichts sind wichtige Aspekte“, erklärte Keidel. An der gegenüberliegenden Seite der Halle wird es einen direkten Zugang zu den benachbarten Umkleideräumen im Erdgeschoss gegeben. Zur Wintersaison 2017 soll, wenn alles nach Plan verläuft, die neue Halle eröffnet werden. Zeitliche Probleme könnten nur ein Jahrhundertwinter, Verzögerungen bei der Genehmigung sowie der Kampfmittelräumdienst bringen. Letzterer muss wegen der Nähe zum Flughafen nämlich durchaus etwas genauer hinsehen.

Während des Hallenbaus bleibt das alte Sportbecken im Freien bestehen und wird ein letztes Mal im Winter mit einer Traglufthalle versehen. So kann der Schwimmunterricht der Schulen und Vereine nahtlos weitergehen. Weil es im Sommer 2017 im Außenbereich vorübergehend kein Nichtschwimmerbecken geben wird, bleibt die große Schwimmhalle in der Zeit geöffnet.

Denn das neue Nichtschwimmerbecken entsteht ab Herbst 2017 im zweiten Bauabschnitt: Es kommt an die Stelle des alten 50-Meter-Sportbeckens. Gleichzeitig wird die Sprunggrube mit dem Drei-Meter-Brett saniert.

Notwendig wurden die Bauarbeiten, weil die Außenanlagen nach mehr als 40 Jahren marode sind. Außerdem habe sich „die Lösung über eine Traglufthalle in den vergangenen Jahren als unpraktikabel, aufwändig und wenig nachhaltig erwiesen“, hieß es. Die Finanzierung des Neubaus beruht auf einer langfristigen Vereinbarung für die Ausrichtung des Schul- und Vereinsschwimmens. „Der Neubau ist notwendig, damit wir auch weiterhin diesen öffentlichen Auftrag der Stadt erfüllen können“, sagte Keidel.

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erstellt am 15.Apr.2016 | 07:00 Uhr

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