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Loop : Bauen im Dorfzentrum: Gemeindevertretung macht Druck

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Für den innerörtlichen Bereich werden Loop vom Kreis Rendsburg-Eckernförde bis 2020 lediglich sieben neue Bauvorhaben genehmigt.

Zum Thema innerörtliche Bauleitplanung erhoffen sich die Gemeindevertreter trotz bisheriger Absagen aus dem Kreisbauamt in Rendsburg doch noch ein Einlenken. Auf der Gemeindevertretersitzung mit Bürgermeister Torsten Teegen ging es darum, dass die bauliche Weiterentwicklung im Dorfzentrum nicht schnell genug vorangetrieben werden kann.

Für diesen innerörtlichen Bereich werden Loop vom Kreis Rendsburg-Eckernförde bis 2020 lediglich sieben neue Bauvorhaben genehmigt. Zwei Grundstücke sind noch übrig. Für diese Baufenster fordert der Kreis von der Kommune aber nun eine Innenbereichssatzung ein, die festlegt, wo was gemacht werden kann. Das kostet Geld und sorgt nach Aussage von Bürgermeister Teegen auch noch für ein längeres Baugenehmigungsverfahren durch die Kreisbaubehörde von bis zu einem Jahr.

„Wir wollen aber schnell und ohne Satzungsbeschluss handeln, zumal die gemeindlichen Einvernehmen dafür bereits erteilt sind“, sagte Teegen. Die gemeindliche Planungshoheit werde zur Phrase, wenn die Behördenvertreter des Kreises nicht einlenke. Das war schon bei der behördlichen Bewertung zum Thema Außen- und Innenbereich der Fall. Mitten in der geschlossenen Ortschaft zog die Behörde zwischen einem ehemaligen Gasthof und einem Wohnhaus die Grenze. Für die Looper ist das ein Schildbürgerstreich. Im November wollen sich nun beide Seiten zu einem Gespräch treffen.

Dann ging es um die Finanzen. Da in Loop keine Gewerbesteuern zur Stärkung der Finanzkraft beitragen, kamen die Gemeindevertreter nicht um eine moderate Erhöhung der Grundsteuer für die forst- und landwirtschaftlichen Betriebe (Grundsteuer A) sowie die Baugrundstücke (Grundsteuer B) herum. Mit der Verabschiedung der Haushaltssatzung für das nächste Jahr wurden die Hebesätze der Realsteuern um 10 Prozentpunkte auf 300 Prozent vom Grundsteuermessbetrag erhöht, der vom Finanzamt festgesetzt wird.

Macht unterm Strich nach Aussage der Amtskämmerin Ulrike Bierschenck für die betroffenen Zahler bei der Steuerklasse A eine jährliche Zusatzbelastung entsprechend der Betriebsgröße um die 15 bis 35 Euro aus. Bei der Grundsteuer B ergeben sich pro Jahr Mehrbelastungen für die Hauseigentümer von zehn bis 20 Euro. „So lange die Verwaltungshaushalte nicht ausgeglichen sind, können wir auf diese Steuererhöhung nicht verzichten“, meinte Teegen.

In diesem Jahr musste der Verwaltungsetat mit 24 600 Euro ausgeglichen werden. Die Rücklage beläuft sich zum Ende des Jahres auf etwa 204 000 Euro. Hinzu kommt, dass für Investitionen vom Land auch noch weniger Zuschüsse gezahlt werden, wenn die Kommune nicht selbst die Steuern erhöht. An Einnahmen erwarten die Looper für das kommende Haushaltsjahr rund 156 000 Euro. Dem stehen an festen Ausgaben rund 74 000 Euro gegenüber. Etwa 82 000 Euro bleiben den Loopern für neue Vorhaben übrig. Der Haushaltsentwurf wurde beschlossen.

 

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erstellt am 26.Okt.2013 | 19:00 Uhr

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