Bauausschuss steht zu Hilfen für das Vicelinviertel

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08. Juli 2016, 11:54 Uhr

Das „Integrierte Handlungskonzept“ (IHK) für das Vicelinviertel wird fortgeschrieben. Das beschloss der Bauausschuss am Donnerstagabend mit knapper Mehrheit gegen die Stimmen von CDU.

Hinter dem hölzernen Namen verbirgt sich ein ganzes Paket von größeren Sanierungsprojekten wie etwa die Schulhofumgestaltung an der Vicelinschule 2014, aber auch von Klein- und Kleinstmaßnahmen, mit denen die Stadt die Sozialstrukturen in Neumünsters Problemviertel stützen will.

Von 2016 bis 2018 sollen dabei insbesondere Mittel aus einem Verfügungsfonds über 36 000 Euro in Kreativ-, Bildungs- und und Integrationsangebote aller Art fließen, um den sozialen Zusammenhalt im Viertel zu stärken.

Ähnliche Hilfen gab es seit 1998, als das Vicelinviertel förmlich zum Sanierungsviertel erklärt wurde, immer wieder – aus Sicht der Kritiker allerdings mit mäßigem Erfolg. Im Verlauf der vergangenen 18 Jahre seien rund 10 Millionen Euro Fördergelder in das Quartier geflossen, ohne dass sich sichtbare Entwicklungsschritte erkennen ließen, begründete etwa Helga Bühse ihr Nein zum Konzept. Städtebauliche Impulse seien kaum ausgelöst worden.

Franka Dannheiser (SPD) fragte im Gegenzug gereizt nach den Alternativen: „Sollen wir das Quartier künftig sich selbst überlassen?“

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