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Ehndorf/Padenstedt : Bauarbeiten gehen schleppend voran

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Sperrung der Autobahnbrücke zwischen Ehndorf und Neumünster: Autofahrer sind verärgert über mangelnde Informationen.

von
erstellt am 21.Mai.2017 | 08:00 Uhr

Ehndorf | Dachdeckermeister Dirk Sieling ist verärgert. Seit zwei Wochen ist die Autobahnbrücke im Verlauf der Hauptstraße (Kreisstraße 37) zwischen Ehndorf und Neumünster voll gesperrt (der Courier berichtete). Und seit zwei Wochen ist auf der Baustelle kaum etwas passiert. „Bis jetzt wurde lediglich die obere Asphaltschicht abgefräst und seitlich an der Brücke wurden Holzgerüste angebracht“, beschreibt der Padenstedter Unternehmer die Situation.

Für Sieling hat die Vollsperrung immense Auswirkungen. Sein Betrieb liegt direkt hinter der Sperrung der Autobahnbrücke. Statt bisher einen Kilometer von seinem Wohnort zum Betriebshof muss der Zimmerermeister nun täglich einen Umweg von rund 12 Kilometern fahren. „Der Umweg für mich und meine Mitarbeiter ist nicht toll, zumal wir den zeitaufwändigen Weg durch die Stadt nehmen müssen, aber darauf könnten wir uns noch einstellen“, sagt Sieling. Was ihn wirklich ärgere, sei die schlechte Informationspolitik der ausführenden Firma Via Solutions Nord. „Vom Zeitpunkt der Sperrung habe ich erfahren, als das Schild aufgestellt wurde“, sagt Sieling. Eine rechtzeitige Benachrichtigung seitens Via Solutions Nord hätte ihm bei der Planung seiner eigenen Baustellen sehr helfen können, so der Zimmerer. Auch verstehe er den Grund der Sperrung nicht. „Die Brücke ist ja nicht einsturzgefährdet, weil die oberste Asphaltschicht abgefräst wurde. Eine einseitige Sperrung und ein Tempo-Zehn-Schild hätten genügt, um den fünf Zentimeter hohen Absatz im Asphalt unbeschadet mit dem Auto passieren zu können“, findet Sieling. Mit seiner Meinung stehe er nicht allein. „Viele Autofahrer aus Richtung Ehndorf und Padenstedt-Dorf mit Ziel Neumünster fragen sich, warum sie große Umwege bis zum Ende der Sperrung am 15. September in Kauf nehmen müssen, wenn lediglich die Straßendecke saniert wird“, sagt der Padenstedter. „Vier Monate sind eine lange Zeit.“

Via Solution Nord bedauert, Dirk Sieling nicht in Kenntnis gesetzt zu haben. „Normalerweise informieren wir betroffene Anwohner rechtzeitig“, heißt es von Seiten des Konzerns. Sein Sprecher Florian Zettel fügt hinzu, dass außer der Deckschicht auch die Brückenkappen samt Geländer saniert werden. „Um gegen Schlechtwetterphasen gewappnet zu sein, planen wir mit großzügigen Zeitrahmen. Sollte die Brücke vor dem 15. September fertig sein, wird die Sperrung vorzeitig aufgehoben“, erklärt Florian Zettel.

Durch die Vollsperrung kommt es zu erhöhtem Verkehrsaufkommen in den Gemeinden Ehndorf und Padenstedt. „Die meisten Ehndorfer haben dafür Verständnis“, sagt Ehndorfs Bürgermeister Hauke Göttsch. Zur Abschreckung von Rasern habe er ein Blitzgerät beim Kreis bestellt. Der Bürgermeister appellierte an alle Kraftfahrer, sich an die ausgewiesene Umleitung zu halten.

In Padenstedt-Dorf kompensieren Halteverbotsschilder entlang der Hauptstraße den erhöhten Verkehr. „Das Parkverbot soll auf die Störstraße ausgeweitet werden“, sagte Carsten Bein. Der Antrag hierfür sei beim Kreis gestellt, so Padenstedts Bürgermeister. Insgesamt haben sich die Padenstedter auf die vielen durchfahrenden Fahrzeuge im Dorf eingestellt. Unverständlich für viele ist jedoch das Verhalten von A  7-Nutzern Richtung Norden. Seit die Autobahn-Brücke am Russenweg gesperrt ist, nutzen Autofahrer von außerhalb die Abkürzung durch das Brokenlander Gehölz.






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