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Holstenhalle : Bau wurde eine Million Euro günstiger

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Gestern war der offizielle Eröffnungsfestakt nach der Modernisierung.

von
erstellt am 14.Dez.2015 | 18:28 Uhr

Neumünster | Das muss den Holstenhallen erstmal ein öffentliches Bauvorhaben nachmachen: „Wir sind im Zeitplan und sogar gut eine Million Euro unterhalb des Budgets fertig geworden“, sagte Hallenchef Dirk Iwersen gestern stolz. Vor rund 80 Gästen aus Politik und Wirtschaft, Verbänden und großen Veranstaltern wurde im neuen Foyer offiziell die Einweihung nach dem umfassenden Umbau gefeiert.

„Die Vorstufe zur 1965 installierten Heizung war das Lagerfeuer, die orangefarbenen Sitze waren mit einer Rückenschmerzgarantie ausgestattet.“ – Mit launig-drastischen Worten macht Iwersen deutlich, warum er gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Uwe Döring 2008 die Idee entwickelte, um die Holstenhallen zukunftssicher zu machen. Fünf Jahre später begannen die jetzt nach zwei Jahren Bauzeit fertigen Arbeiten.

Bei einem Investitionsvolumen von 21 Millionen Euro war klar, dass diese Aufgabe nicht allein zu schultern war. Das Land steuerte 9 Millionen Euro aus EU-Mitteln und noch einmal gut 6 Millionen Euro aus günstigen Krediten aus dem Kommunalen Investitionsfonds bei. Dafür dankte Iwersen der Landesregierung, aber auch Uli Wachholtz. Der Präsident des Unternehmensverbands Nord habe immer dann als „Türöffner“ bereit gestanden, wenn das Projekt zu stoppen drohte. Der Aufsichtsrat um Uwe Döring habe den Rücken für schnelle Entscheidungen freigehalten.

Dank galt auch den finanzierenden Banken (IB, Volksbank und Sparkasse Südholstein) und dem engagierten Mitarbeiterteam der Holstenhallen. „In zwei Jahren Bauzeit ist nicht eine Veranstaltung ausgefallen. Darauf bin ich stolz“, sagte Iwersen.

„Nach dem Bau ist vor dem Bau“, sagte Iwersen und ließ schon einmal die Überlegungen für ein neues Kongressgebäude an der Stelle des jetzigen Restaurants durchblicken. „Hier besteht Handlungsbedarf, es gibt auch Pläne. Was fehlt, ist die Finanzierung“, so Iwersen.

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer signalisierte dazu vorsichtig Wohlwollen. Das Land stehe zu der Förderung der Modernisierung und bleibe weiter mit den Holstenhallen im Gespräch. „Die Holstenhallen sind das Schaufenster Schleswig-Holsteins“, sagte Meyer und meinte damit nicht nur den Messestandort, sondern auch den Bau selbst. Meyer: „Hier wird mit betriebswirtschaftlichem Erfolg gearbeitet. Hier können sich viele abgucken, wie man das hinbekommt.“ Meyer zog sogar die große Linie zum Klimagipfel in Paris. „Große Politik kann man nur vor Ort umsetzen.“ In Neumünster sei energieeffizient gebaut worden. Durch die Modernisierung würden so Kosten gespart und zugleich die Umwelt geschont.

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