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Bank stand gerade mal fünf Tage, dann wurde sie zerstört

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

„Was ist das nun? Ist das Missgunst, Neid oder einfach nur der Ausdruck roher Gewalt?“ Manfred Sorge ist fassungslos. Gemeinsam mit seinem Nachbarn Klaus Eggers steht der Wasbeker vor der völlig zerstörten Bank an der Gnutzer Furt. Die beiden Rentner hatten die Holzbank gemeinsam mit Georg Rowedder aufgebaut, fünf Tage später war vom Untergestell nicht mehr viel übrig.

„Ich bin frustiert“, sagt Klaus Eggers. Der gelernte Zimmermann hatte die Bank mit eigenen Mitteln fachmännisch mit soliden Schlitz- und Zapfenverbindungen gefertigt. Das Holz hatte er noch in der Garage liegen, die Metallwinkel hat er selbst geschnitten. Die Bank hat er dann der Gemeinde gespendet. „An der Furt ist es wunderschön“, so Eggers weiter, „wir wollten Spaziergängern aus Wasbek und Umgebung die Möglichkeit geben, hier kurz zu rasten und das schöne Plätzchen Erde zu genießen. Es scheint Menschen zu geben, die das anders sehen.“

Bereits 1993 stellte die Gemeinde die erste Bank an der Furt auf. Sie wurde zerstört. 2009 spendete die Sparkasse Hohenwestedt eine zweite. Vier Jahren diente sie Hundebesitzern, Spaziergängern und Joggern als willkommene Sitzgelegenheit auf dem fünf Kilometer langen Rundweg, der über die Furt führt, bevor die Bank von Unbekannten gestohlen wurde. Und nun also Bank Nummer drei. Ganze fünf Tage hat sie gehalten. Auch der Wasbeker Bürgermeister Karl-Heinz Rohloff ist schockiert: „Gerade noch waren wir stolz auf das vorbildliche Bürgerverhalten in unserer Mitte, und nun müssen wir feststellen, dass es hier Menschen gibt, deren Verhalten einem die Sprache verschlägt.“

Die Gemeinde hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet und eine Belohnung in Höhe von 100 Euro für sachdienliche Hinweise zur Ergreifung der Täter ausgesetzt.



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