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Holsteinischer Courier

20. August 2017 | 06:16 Uhr

Vier Tage Streik : Bahnpendler sind sauer

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Ausstand der Lokführer zehrt an den Nerven vieler Berufstätiger. Fahrgemeinschaften wurden gegründet.

Neumünster | Der heute Nacht begonnene Streik der Lokführergewerkschaft GDL im Personenverkehr stößt bei den meisten Berufspendlern auf Unverständnis und Ablehnung. Sie müssen sich bis Montagfrüh erneut nach Alternativen umschauen.

„Es nervt“, sagt etwa Eva Christina Werner. Die 26-Jährige wohnt in Elmshorn und arbeitet seit sieben Jahren im Friedrich-Ebert-Krankenhaus. Normalerweise steigt sie in den Regionalexpress, um zur Arbeit zu kommen. Heute muss sie das Auto nehmen. „Dadurch habe ich mehr Kosten und bin länger unterwegs.“ Auch bei Andrea Schmieding aus Faldera klingelte heute Morgen schon um 4 statt um kurz nach 5 Uhr der Wecker. Sie ist im Einkauf eines Hamburger Bürofachhandels tätig, pendelt ebenfalls seit sieben Jahren zur Arbeit. „Verspätungen bin ich ja gewohnt, aber das ist nicht mehr schön“, sagt sie. Mit anderen Bahnreisenden hat sie über das soziale Netzwerk „Genervte Bahnkunden“ bis Montag eine Fahrgemeinschaft in die Hansestadt gebildet. Um 5.15 Uhr ist Abfahrt.

Zeitkarten-Inhaber können sich online eine Entschädigung holen, wenn ihr Zug nicht fährt. Informationen dazu gibt es im Internet unter www.nah.sh.

Kommentar: Das Streikrecht in Ehren: Die Gewerkschaft GDL überspannt den Bogen. Sie verliert mit ihrer starren Haltung den Rückhalt in der Bevölkerung. Das Verständnis der Bahnkunden ist ausgereizt, die Wirtschaft wird geschwächt. So geht es nicht!

 

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erstellt am 06.Nov.2014 | 05:00 Uhr

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