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Bordesholm : Bahnhofstraße: Sechs Monate wird gebaut

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

20 Geschäfte liegen an dem 240 Meter langen Straßenstück. Baustellenmarketing soll Einbußen mindern.

Bordesholm | Von Ende Mai bis Ende November wird die Einkaufsstraße in Bordesholm von der Sparkasse bis zum Baumarkt Hinrich Kiel aufgrund von Bauarbeiten voll gesperrt. „Wunschgemäß sind wir zum verkaufsoffenen Sonntag am 12. November fertig“, sagte Amtsdirektor Heinrich Lembrecht. Mit dem Ausbau der Bahnhofstraße beginnt die letzte Etappe der Verwaltung, um das Zentrum Bordesholms zu modernisieren. „Aus technischen Gründen geht das leider nur mit einer Vollsperrung“, gab der Verwaltungschef bekannt.

Das etwa 240 Meter lange Straßenstück, an dem etwa 20 Geschäfte ansässig sind, wird in drei Abschnitten saniert. „Wir wollen die Belange der Geschäftsleute und Kunden so gut wie möglich berücksichtigen“, erklärte Ingenieur Andreas Scheer vom Planungsbüro Levsen und Siller aus Heikendorf. So werde zunächst in der Mitte mit Kanalbauarbeiten begonnen, um dann in die Breite zu gehen. Ein Korridor soll den Kunden den Zugang fußläufig zu den Geschäften ermöglichen. „Umsatzeinbußen sind zu befürchten. Deshalb wollen wir mit den Geschäftsleuten ein Baustellenmarketing auf die Beine stellen, um die Einbußen abzumildern“, berichtete der Amtsdirektor.

Optisch soll die Einkaufsstraße dem Bereich um den Bahnhof angepasst werden, wie Andreas Scheer erklärte: „Dann ist der Baustandard vom Bahnhof bis zur Heinrich-Rix-Straße geschlossen.“ Demnach werden die Gehwege beidseits der Straße gelb gepflastert, die Fahrbahn selbst bekommt nach einem in die Tiefe gehenden Vollausbau graue Pflastersteine. Die Breite bleibt wie jetzt bei 5,5 Metern. Die alten Blumenkübel kommen weg, Hecken werden gepflanzt, Fahrradständer, Bänke und Parkplätze werden neu gestaltet. Außerdem wird die Straßenbeleuchtung auf LED umgerüstet. „Wir möchten die Aufenthaltsqualität erhöhen und das Einkaufserlebnis steigern“, erklärte Heinrich Lembrecht. Dafür werden über 900  000 Euro aus der Städtebauförderung locker gemacht.

„Ich finde die Planung gut durchdacht. Durch die Aufteilung in mehrere Abschnitte wird die Vollsperrung wohl nicht ganz so schlimm“, sagte die Inhaberin des Geschäftes „Glanz und Gloria“, Sabrina John, optimistisch. „Von der Bauphase bin ich natürlich nicht begeistert, aber ich habe den Plan gesehen und glaube, es wird danach grüner und das Gesamtbild besser. Ich rechne zwar mit Einbußen, aber unsere Stammkunden bleiben sicher bei der Stange. Wichtig ist mir allerdings, dass das Geschäft erreichbar bleibt“, meinte Sabrina John weiter. Sie will sich auch mit besonderen Aktionen am Baustellenmarketing beteiligen: „Ich hoffe, es machen viele mit, damit wir an einem Strang ziehen.“

Nicht so positiv sei allerdings die Mehrheit der betroffenen Geschäftsleute gestimmt, wie Jürgen Baasch, Vorsitzender des Handwerks-und Gewerbevereins in Bordesholm, dem Courier berichtete: „Der Großteil ist gedämpft in seinen Erwartungen, weil der Bau Einschränkungen bedeutet. Es geht nun darum, trotz der Beschwerlichkeiten die Stammkunden zu motivieren. Dafür wollen wir das Baustellenmarketing nutzen, das Interesse der Inhaber
ist da.“ Der HGV lädt am Dienstag,
18. April, um 18.30 Uhr in die Sparkasse am Kreisel zum Ideenaustausch und Planung ein. Eine Idee hat Jürgen Baasch bereits: „Man könnte zum
Beispiel eine weiße Nacht organisieren, mit weiß gedeckten Picknicktischen vor den Türen.“

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