Bahn investiert am Standort

Der Richtkranz hängt. Im Sommer schon sollen hier die ersten IC-Waggons umgerüstet werden..
Der Richtkranz hängt. Im Sommer schon sollen hier die ersten IC-Waggons umgerüstet werden..

Gestern wurde in der neuen Fahrzeughalle das Richtfest gefeiert

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19. April 2012, 03:59 Uhr

Neumünster | Die Bahn setzt auf den Standort Neumünster und investiert fast vier Millionen Euro in ihr Instandhaltungswerk an der Kieler Straße. Gestern wurde hier das Richtfest für die fast 2300 Quadratmeter große neue Fahrzeughalle 5 gefeiert. Das war nicht nur für Werkleiter Dr. Uwe Weiger ein großer Tag. "Es ist mehr als 50 Jahre her, dass hier zuletzt eine Fahrzeughalle eingeweiht wurde", sagte er.

Die Bahn benötigt die Halle dringend für ihr "Kompetenzzentrum Neumünster" und ein ambitioniertes Vorhaben: In den kommenden zwei Jahren sollen hier sämtliche 830 IC-Reisezugwagen der bundesweiten Flotte umgerüstet und modernisiert werden. Baubeginn war im Oktober 2011; im Sommer soll die neue Fahrzeughalle mit ihren sechs Arbeitsständen fertig sein und in Betrieb gehen.

Mit dem Vorhaben stärke man den Standort Neumünster und eröffne sich Möglichkeiten, vermehrt auch für externe Kunden tätig zu werden, betonte die Bahnbevollmächtigte für Schleswig-Holstein und Hamburg, Ute Plambeck. Neumünster ist mit 800 Mitarbeitern und 60 Auszubildenden der größte Standort der Bahn in Schleswig-Holstein, sagte sie.

Im vergangenen Jahr erst wurde zum 150-jährigen Jubiläum des Werks eine neue Halle für die Oberflächenbeschichtung eingeweiht. "Wir investieren hier in unsere Zukunft. Das Kompetenzzentrum in Neumünster wird ausgebaut und erweitert", sagte Ute Plambeck.

Und das freut nicht nur die am Bau beteiligte heimische Bauwirtschaft. "Die Bahn ist einer unserer größten Arbeitgeber", sagte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras in seinem Grußwort. Die Fahrzeuginstandhaltung habe eine lange Tradition in Neumünster. "Als Stadt wissen wir, wie wichtig die Bahn als Arbeitgeber und Teil unserer Geschichte ist. Wir sind stolz auf Sie", sagte der Verwaltungschef.

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