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Holsteinischer Courier

12. Dezember 2017 | 22:49 Uhr

FEK : Bahn frei für den zweiten Bauabschnitt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ein neuer Generalplaner ist verpflichtet, der als erstes die Kosten gesenkt hat / Nun soll alles im Jahr 2020 fertig sein

shz.de von
erstellt am 22.Okt.2015 | 09:00 Uhr

Neumünster | Eigentlich sollte in diesem Jahr schon alles fertig sein, doch die Einweihung des runderneuerten Friedrich-Ebert-Krankenhauses (FEK) wird sich noch bis 2020 hinziehen. Aber immerhin hat das FEK jetzt wieder einen Generalplaner: Geschäftsführer Alfred von Dollen stellte gestern den Architekten Uwe Mumm aus Bergenhusen vor. Der soll nun den zweiten Bauabschnitt (2. BA) hochziehen.

Noch während der Arbeiten am 1. BA hatte 2014 die Feinplanung des 2. BA deutliche Kostensteigerungen ergeben: von 59 auf 76 Millionen Euro. Damit lag das ganze Projekt schon bei mehr als 150 Millionen (erster Ansatz im Jahr 2007: knapp 98 Millionen). Gründe waren die Baukostensteigerungen, mehrfache Änderungen und Erweiterungen wegen steigender Patientenzahlen und neuer Vorschriften sowie ein im Jahr 2006 zu gering kalkulierter Kostenansatz (der Courier berichtete). Das hat den (Berliner) Architekten den Auftrag gekostet: Das FEK löste die Verträge mit ihm auf, und per europaweiter Ausschreibung wurde ein neuer Generalplaner gesucht. Uwe Mumm bekam jetzt mit seiner Firma „Planungsring Mumm + Partner“ den Zuschlag. Bei der ursprünglichen Ausschreibung 2006 hatte er auf Platz 2 gelegen.

Mumm ist seit mehr als 40 Jahren als Architekt tätig und hat überwiegend Krankenhäuser geplant, sehr viel in Schleswig-Holstein. Er beschäftigt rund 50 Mitarbeiter am Hauptsitz in Bergenhusen (Kreis Schleswig-Flensburg) sowie den Büros in Heide, Flensburg, Kiel und Hamburg. „Für das FEK-Projekt machen wir vielleicht auch ein Büro in Neumünster auf. Ich möchte so viel wie möglich vor Ort sein und mag kurze Wege“, sagte Mumm vor der Presse – und Alfred von Dollen nickte eifrig. Die Entfernung nach Berlin und einer daraus folgenden schlechten Kommunikation waren eines der großen Probleme mit dem ersten Architekten. Mumm hat bereits ein Team aus Neumünsteraner Firmen zusammengestellt (Horn & Horn, Losch & Partner, Schlüter + Thomsen, Vamed).

Der Architekt hat sich auch bereits intensiv mit den Plänen beschäftigt und millionenschweres Sparpotenzial gefunden. Der 2. BA soll äußerlich unverändert gebaut werden, aber hinter den Mauern wird gestrichen und gespart. Zum Beispiel fällt das riesige Atrium, das im 1. BA viel Platz frisst, im 2. BA weg (Mumm: „Diesen Luxus können wir uns nicht mehr leisten“). Und von dem Südflügel des 70er-Jahre-Baus will er die unteren beiden Stockwerke stehen lassen und darauf zwei neue setzen lassen. Das sei statisch kein Problem, sagte Mumm. FEK-Chef von Dollen führt derweil Gespräche mit dem Land über eine Aufstockung der Förderung.

Der Zeitplan sieht jetzt so aus: Planung fertig: Mitte 2016. Baugenehmigung und Abbruch: Februar 2017. Baubeginn: Juni 2017. Fertig: März 2020.

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