zur Navigation springen

Bahnhof Neumünster : Bahn bekämpft die Taubenplage

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Im Tunnel zu den Bahnsteigen werden jetzt die Nischen verschlossen, in denen die Vögel sitzen.

Neumünster | Die Flecken mit Taubenkot auf den Fliesen im Bahnhofstunnel zu den Bahnsteigen sind nicht zu übersehen und schwer zu umkurven. Die gefiederten Urheber lassen sich vom geschäftigen Treiben im Bahnhof nicht stören, überall in den Nischen gurrt und surrt es. Doch jetzt geht die Bahn auch hier energisch gegen die Plagegeister vor.

Die Maurer Christian Rickmann und Christian Wegner von der Schmalfelder Firma Jens Bau nahmen gestern an den Seitenwänden im Bahnhofstunnel die oberste Reihe der Fliesen und Steine heraus. „Anschließend kommt der Schlosser und setzt Lochbleche davor, damit die Tauben hier nicht mehr reinkommen“, sagte Christian Rickmann.

„Rund 30.000 Euro lassen wir uns das kosten“, erläuterte Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis. Parallel werden oben auf den Bahnsteigen 5 und 6 an den Überdachungen Netze gegen die Tauben gespannt. Das kostet noch einmal etwa 30  000 Euro. Die Arbeiten am Bahnsteig sollen laut Meyer-Lovis Ende August abgeschlossen sein. Gleis 3 und 4 folgen später. Auch von den Monitoren mit den Fahrplananzeigen will die Bahn die Vögel vertreiben.

„Das Problem gab es sonst so nicht auf den Bahnsteigen und im Tunnel“, sagte Bahn-Sprecher Meyer-Lovis. Er vermutet, dass die Tiere vermehrt direkt in den Bahnhofstunnel fliegen, seit die Bahnunterführung an der Rendsburger Straße im vergangenen Jahr mit Platten verkleidet wurde und die Tauben dort keinen Unterschlupf mehr finden.

Seither muss der Reinigungsdienst der Bahn zweimal täglich im Bahntunnel wischen, um der Verschmutzung durch den Taubenkot Herr zu werden. „Wir hoffen, dass sich das bessert“, sagte Egbert Meyer-Lovis und sprach von einer „echten Taubenplage“.

 

 

zur Startseite

von
erstellt am 04.Aug.2015 | 08:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen