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Holsteinischer Courier

17. August 2017 | 01:52 Uhr

Sturm : Bäume blockierten die Straßen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Sturmtief fegte durch die Umlandgemeinden. Viele kleinere Schäden beseitigten die Anwohner gleich selbst. Bleche und Eternitplatten flogen davon.

Auch in den Gemeinden rund um Neumünster wütete gestern das Orkantief Christian. Meist wurden Bäume umgerissen und blockierten die Straßen – so auch in Schülp zwischen Nortorf und Timmaspe. Eine stattliche Eiche mit einem Stammdurchmesser von rund einem Meter hielt hier im Timmasper Weg am späten Nachmittag dem gewaltigen Sturm nicht mehr Stand, krachte auf die Fahrbahn und blockierte für knapp eine Stunde den Verkehr.

„Ich war gerade dabei, meinen Wintergarten aufzusammeln, als ein Nachbar mich verständigte“, berichtete Klaus Sachau. Der Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr wohnt nur wenige hundert Meter vom Ort des Geschehens entfernt. Er ließ seinen eigenen Sturmschaden erst einmal im Stich, griff zum Telefonhörer und verständigte seinen Bruder Jochen sowie den Neffen Daniel. Schnell verstaute er die Motorsägen auf dem Trecker mit Frontlader. Dann schritt das Trio zur Tat.

Der Baum wurde fachmännisch zerkleinert und die Straße noch vor dem Eintreffen der Feuerwehrkameraden mit dem Einsatzfahrzeug gesäubert. Um 17.45 Uhr hatten die Autofahrer wieder freie Fahrt und Klaus Sachau konnte sich um den Schaden an seinem Wintergarten kümmern.

Auch die Bewohner in Großharrie zogen gestern die Köpfe ein oder blieben lieber gleich zu Hause, als der Sturm über sie hinwegfegte. Oberschenkelstarke Äste knickten die Sturmböen wie Streichhölzer von den alten Eichen am Dorfplatz. Von den Dächern riss der Sturm Bleche und Eternitplatten, die ebenso wie die Äste von den Bäumen wie Geschosse durch die Gegend flogen.

Auf den Knicks wehten alte Obstbäume um, und Fahnen im Ort wurden vom Wind wie Papier zerfetzt. Landwirt Heinrich Blöcker blieb dennoch gelassen. Eigentlich wollte der Großharrier nachmittags noch seine Tochter vom Bahnhof in Neumünster abholen. Die musste wegen ausgefallener Züge aber in Berlin bleiben. „Da kann man nichts machen. Das muss man wehen lassen“, meinte Blöcker beim Blick auf den Sturm.

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erstellt am 29.Okt.2013 | 06:00 Uhr

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