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Einfelder See : Badewasserqualität ist hervorragend

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Gesundheitsamt zog am Dienstag die dritte Probenserie in der laufenden Badesaison

Bei 15 Grad Lufttemperatur und 18,6 Grad im Wasser ist der Badespaß im Einfelder See zurzeit eher etwas für Hartgesottene – aber zumindest die Wasserqualität ist hervorragend. Thomas Nyfeler (40) ist Hygienefachkraft beim Gesundheitsamt, zog sich gestern die Wathose über und nahm routinemäßig an der Dorfbucht, an der Strandhalle, der Schanze und auch am Campingplatz Reimers eine Wasserprobe.

Das sind die offiziellen Badegewässer auf dem Stadtgebiet, erläuterte Stadtsprecher Stephan Beitz: „Hier ist die Stadt verpflichtet, regelmäßig von Frühjahr bis Herbst Wasserproben zu entnehmen.“ Die Ergebnisse werden auf der Homepage http://badewasserqualitaet.schleswig-holstein.de veröffentlicht.

Der Ablauf bei der Messung ist immer gleich: Die Wasserprobe von 250 Millilitern wird in etwa 1,30 Meter Wassertiefe gezogen und dann im Labor untersucht. „Durch den Wind ist der See sehr aufgewühlt. Aber das sagt über die Wasserqualität nichts aus“, sagte Nyfeler nach der Messung mit dem Sichtlot. Mit dem wird zunächst ermittelt, wie trüb das Wasser ist.

Gestern war es im Messbecher jedenfalls recht klar. Abgefragt wird in der Badesaison routinemäßig alle drei Wochen auch, ob Unrat an den Badestellen herumliegt. „Das ist nicht der Fall. Blaualgen haben wir auch keine“, so Nyfeler bei der Begutachtung in der Dorfbucht. Die Windstärke wird über offizielle Daten abgerufen. Den Seegang taxierte Nyfeler auf Stärke 1, den Badebetrieb auf Null. Zu dieser Zeit traute sich selbst eine Kita-Gruppe mit ihren Erzieherinnen nur mit den Zehenspitzen in den See. Thomas Nyfeler ist da nicht so zart besaitet: „Ich bin Ostsee-Fan und gehe auch bei kühlen Temperaturen baden.“

Die Analysewerte der aktuellen Messung liegen erst zum Ende der Woche vor. Dennoch geht Dr. Alexandra Barth, die Leiterin des Fachdienstes Gesundheit, davon aus, dass die Werte erneut „sehr gut“ sind. „Bisher ist die Wasserqualität exzellent“, sagte Alexandra Barth. Das zeigen die Ergebnisse der beiden Proben vom 23. Mai und vom 13. Juni. Von dem verdächtigen Keim Escherichia coli wurden am 13. Juni nur 32 je 100 Milliliter Seewasser ermittelt. Der Richt- und Grenzwert liegt bei 1800, also um das 56-fache höher. Bei dem anderen Indikator, den intestinalen Enterokokken, lagen die gemessenen Werte sogar unterhalb der Nachweisgrenze.

So sauber war der Einfelder See als Badegewässer nicht immer. Stadtsprecher Stephan Beitz erinnert sich noch gut an ein am 8. Juni 2007 verhängtes Badeverbot. Durch Gänsekot gab es überhöhte Bakterienwerte. Beitz: „Das war der Tag der Holstenkösten-Eröffnung und kurz vor Beginn der Sommerferien.“

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erstellt am 05.Jul.2017 | 08:15 Uhr

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