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Richtfest : Bade baut Tiefkühllager für Schleswig-Holstein

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Logistiker investiert zwölf Millionen Euro am Donaubogen. 9 Prozent der Arbeitsplätze in Neumünster sind im Bereich Logistik.

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2017 | 09:00 Uhr

Neumünster | Pünktlich zu Beginn des Richtfestes gestern Mittag klarte es auf. Doch nicht nur die Sonne strahlte. Die Freude über den Baufortschritt bei der Firma Peter Bade am Donaubogen 8 war in allen Gesichtern der Bauverantwortlichen und Gäste zu sehen. Rund zwölf Millionen Euro investiert der auf Lebensmitteltransporte spezialisierte Logistiker Peter Bade in ein hochmodernes und komplexes Kühllager. Im April wurde der Grundstein gelegt, ab März kommenden Jahres soll der Betrieb mit zunächst zehn neuen Arbeitsplätzen starten.

„Wir werden unter anderem etwa 11  000 Paletten bei weit unter minus 20 Grad Celsius lagern können“, erklärte Bauherr und Junior-Chef Alexander Bullien. Als weitere neue Dienstleistungen in dem 6500 Quadratmeter großen Lager- und Bürokomplex sind das Entladen von in Kartons verstauter Ware aus Frachtcontainern, die Gewichts- und Preisauszeichnung sowie das Gefrierschocken und Auftauen verschiedener Waren geplant.

Bade beliefert von Neumünster aus mit derzeit 16 eigenen Lastzügen Lebensmittelmärkte in ganz Schleswig-Holstein mit Frischware wie etwa Milch, Wurst oder Käse. 30 Angestellte sind in der Ende 2013 am Donaubogen in Betrieb genommenen, 11  000 Quadratmeter großen Firmenzentrale tätig. Gegründet wurde der mittelständische Familienbetrieb 1929 als „Wilhelm Bade Schnelllastverkehr“ mit Sitz in St. Magarethen. 2011 ging es dann zunächst nach Bad Bramstedt. „Neumünster liegt aber einfach zentraler und bietet uns hier im Industriegebiet Süd optimale Bedingungen“, sagte Alexander Bullien. Er hoffe zudem auf positive Effekte durch die Ansiedlung von Voigt-Logistik und Dachser in unmittelbarer Nähe.

Bauplaner Jorn Kick aus Rendsburg lobte die Unterstützung aus dem Rathaus und von der Wirtschaftsagentur. „Man hat uns hier hervorragend beraten und es ging schnell“, sagte Kick.

Nachdem die Zimmerleute Frank Zimmermann und Torben Delfs ihre Sprüche aufgesagt, auf den Bau und den Bauherren getrunken und eine Flasche Sekt zerschlagen hatten, ergriff auch Stadtrat Oliver Dörflinger das Wort: „Als Kämmerer freut es mich selbstverständlich besonders, dass es durch den Grundstücksverkauf im Stadtsäckel klingelt.“ Er verwies darauf, dass mittlerweile rund neun Prozent der Arbeitsplätze in Neumünster in der Logistikbranche sind. „Die Stadt liegt damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt“, so Dörflinger, ehe die rund 50 Gäste sich beim Imbiss austauschten.

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