Strassenmusik-Festival : Ba-Da-Boom: Holstenstraße im Boot

Über viel Zuspruch freuen sich (vorne, v. li.) Stefan Back, Marco Ramforth, Arne Gloe (Ba-Da-Boom), Kulturbüro-Leiterin Johanna Göb, Musiker Dennis Krebs und (hinten, v. li.) Jens Sauerbrey (Ba-Da-Boom), Eckart von Stülpnagel und Birte Maaser (Holstenstraßen-Anlieger).
Über viel Zuspruch freuen sich (vorne, v. li.) Stefan Back, Marco Ramforth, Arne Gloe (Ba-Da-Boom), Kulturbüro-Leiterin Johanna Göb, Musiker Dennis Krebs und (hinten, v. li.) Jens Sauerbrey (Ba-Da-Boom), Eckart von Stülpnagel und Birte Maaser (Holstenstraßen-Anlieger).

Straßenmusik-Festival-Macher freuen sich über Spenden vieler Bürger / Einige Bühnen fallen weg wegen der Bauarbeiten in der Stadt

shz.de von
07. Juli 2015, 06:15 Uhr

Neumünster | Es gibt gute und schlechte Nachrichten zum Straßenmusik-Festival Ba-Da-Boom, aber insgesamt herrschte gestern Optimismus bei den Machern. Denn auch wenn einige Bühnen am Sonnabend, 5. September, aufgrund der Bauarbeiten in der Stadt wegfallen, freuen sich die Organisatoren über jede Menge Zuspruch. Das Wichtigste: Die Holstenstraße wird zum neuen Spielort und die Anlieger organisieren ein Straßen-Picknick. Finanziell ist das Festival auch einen Schritt weiter: Viele Bürger füllten die aufgestellten Spendendosen.

„Die Kuh ist noch nicht vom Eis, aber es ist Licht am Ende des Tunnels. Wir sind nach wie vor auf Sponsoren angewiesen und freuen uns über jeden Euro“, beschrieb Marco Ramforth die Stimmung. Über 900 Euro kamen an Spenden zusammen, das ist etwa die Hälfte des Festival-Budgets – exklusive der Gema-Gebühren 2015, die inzwischen durch die Hilfe des Vereins zur Förderung der Kunst gedeckt werden (der Courier berichtete). Die Gema war auf das Festival aufmerksam geworden und hatte gemäß der geschätzten Besucherzahl fünf Jahre rückwirkend 1500 Euro pro Jahr gefordert.

„Das Jahr hat schwierig begonnen, aber es gab viele überraschende Wendungen“, so Organisator Jens Sauerbrey. Denn gleich zwei Neuigkeiten bringen das Festival voran. Zum Einen organisiert Musiker Dennis Krebs ein Benefizkonzert am Sonnabend, 18. Juli, ab 16 Uhr im KDW am Waschpohl (der Courier berichtete). Die Bands Burntale, Mein Ton (beide Neumünster), Tyson (Kiel) und Geisterfahrer (Rendsburg) werden auftreten und den Erlös für das Festival spenden.

Zum Anderen meldeten sich die Holstenstraßen-Anlieger. „Das ist ein gutes Ding, das kann doch nicht sein, dass das wegen einer Kleinigkeit ausfällt“, sagte Eckhart von Stülpnagel (Dekorat). Zum Festival wird in Höhe Post-Passagen-Ausfahrt eine Bühne aufgestellt; die Stadt hat bereits die Sperrung der Straße zugesagt. Die Geschäftsleute werden zum „Holstenstraßen-Picknick“ Zelte und Bänke aufstellen. „Jeder kann seinen Picknickkorb mitbringen und die Musik genießen“, so von Stülpnagel. „Das ist eine Chance für die Musiker, die bis jetzt leer ausgingen. Nach zehn Tagen Bekanntgabe der Bühnen waren wir schon ausgebucht“, freute sich Jens Sauerbrey.

Der neue Spielort lässt den Verlust anderer Standorte besser verschmerzen: Aufgrund der Bauarbeiten am Gänsemarkt fällt dort die Bühne weg, ebenso am Bahnhof („die wäre zu abgeschnitten“), auch die auf dem Großflecken beim Tourist-Pavillon, da dort die Bundeswehr eine Veranstaltung gebucht hat. Es bleiben die Standorte Kieler Brücke (ehemals Vivano), Karstadt/Teich, Klosterinsel, Alte Post-Passage, Fürsthof (zwei Bühnen), Großflecken/Tresen Total, Eingang Lütjenstraße, Mühlenbrücke und Kleinflecken/Marktmeisterhäuschen.

Gemeldet sind bisher 50 Formationen vom Einzelinterpreten bis hin zu Bands und Chören; erwartet werden bis zu 300 Musiker. Dabei sind beispielsweise Tutti Fluti, Haart-Chor, Feijoada, Alles in Ordnung, For Emotion, Teers for Beers und das Duo Liederwind. Auch Liedermacher Matthias Meyer-Göllner tritt auf. Wer sich anmelden möchte, einen Bühnenstandort ins Gespräch bringen oder spenden möchte oder die auftretenden Künstler wissen möchte, findet dies alles unter www.ba-da-boom.de.

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