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Schillsdorf : Autos „erlegen“ ein Drittel der Rehe

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Jäger aus Hegering VIII tagten in Schillsdorf. Mehr Marderhunde gibt es in den Revieren.

Schillsdorf | 237 Rehe zählten die Jäger aus dem Hegering VIII auf der Jagdstrecke des jetzt abgelaufenen Jagdjahres. Allerdings wurden bei weitem nicht alle Rehe von den Jägern erlegt. 63 der 237 Tiere wurden durch Verkehrsunfälle getötet. „Das ist fast ein Drittel der gesamten Rehwildstrecke“, erklärte Hegeringleiter Rolf Klein aus Bönebüttel Mittwoch auf der Hegeringversammlung im Schillsdorfer Landgasthof Kirschenholz.

Mehr als 40 der 54 Mitglieder aus dem kleinen Hegering waren hier zusammengekommen, um gemeinsam die Ergebnisse des Jagdjahres auszuwerten. Hegeringe und Hegegemeinschaften werden gegründet, um größere Wildarten besser bewirtschaften zu können, als dies in kleinräumigen Revieren allen möglich ist. Zum Hegering Acht gehören die Reviere Husberg, Bönebüttel, Tasdorf, Großharrie, Kleinharrie, Brammerhof, Altenrade, Neuenrade, Schillsdorf und Rendswühren.

„Besonders auffällig war in den Revieren die deutliche Zunahme der eingewanderten Marderhunde“, sagte Klein. Allein in den vergangenen zwei Jagdjahren hat sich die Marderhundstrecke in den Hegeringrevieren mit einem Anstieg von zehn auf 24 Tiere mehr als verdoppelt. Vier der Marderhunde wurden überfahren.

Veränderungen wird es für die Jäger mit dem neuen Bundesjagdgesetz geben, erklärte Hans-Werner Blöcker, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Plön auf der Versammlung. So müsse unter anderem mit der Verpflichtung eines regelmäßigen Schießnachweises als Grundlage für das Lösen eines Jagdscheins gerechnet werden. Dabei ginge es allerdings um Sicherheit und nicht um Punktzahlen. Veränderungen kündigen sich auch in der Jägerprüfung an. Wildbrethygiene soll hier eine noch höhere Gewichtung erhalten und Sperrfach für das Bestehen der Prüfung werden.

Auf Kreisebene gebe es wenig Fortschritte. Die Verhandlungen von den Jägern über eine Reduzierung der Jagdsteuer von 18 auf neun Prozent und die damit verbundene Wiederaufnahme der Fallwildentsorgung seien bislang gescheitert. Begrüßt wurde der aus der Stiftung Pro-Natur der Jäger finanzierte Kauf des Westensees. Hier gebe es jetzt gemeinsam mit den Sportfischern allein für die Jugendarbeit hervorragende Möglichkeiten, berichtete Blöcker.

Außerdem wurden die Jäger Karl-Hans Blöcker aus Großharrie für 40 Jahre und Hans-Jürgen Lerch aus Altenrade für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt.  


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