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Klassiker-Tage : Automobile Schmuckstücke im Fokus

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bei den Klassiker-Tagen in den Holstenhallen wurden zahlreiche Raritäten präsentiert. Jeder Besucher konnte sein Fahrzeug vorstellen lassen.

shz.de von
erstellt am 25.Aug.2014 | 06:00 Uhr

Neumünster | Eine Vielzahl schöner alter Autos war am Wochenende während der Klassiker-Tage Schleswig-Holstein in den Holstenhallen zu sehen. Rund 10.000 Besucher kamen.

Auch Horst Budelmann erfreute sich an den automobilen Schmuckstücken. „Ich habe schon mehrere Autos gesehen, die ich einst selbst gefahren bin“, erzählte er. Seinem Enkel Tim (14) berichtete er von seinem Renault R16, den er in den 70er-Jahren besaß. „Der hatte sogar schon eine Klimaanlage, indem man an der Motorhaube eine kleine Klappe öffnete, durch die dann Frischluft ins Fahrzeuginnere strömte“, berichtete er und zeigte dies Prinzip auch an einem R16, den er im Holstenhallen-Foyer entdeckte.

In der Halle präsentierten sich neben Händlern, Fahrzeugaufbereitern und Versicherungen auch einige Museen und Autoclubs. Die Gruppe Schleswig-Holstein des TR-Registers Deutschland präsentierte sich mit drei Modellen des Triumph Roadsters TR. „Wir haben rund 60 Mitglieder, die von Sylt bis nach Hamburg verstreut sind. Einmal monatlich treffen wir uns in Neumünster“, erzählte Theo Faerber. Ihre Autos stießen auf reges Interesse. „Wir haben wirklich eine tolle Resonanz“, sagte Faerber, der am Sonnabend zwei neue Mitglieder verbuchen konnte.

Einer der Höhepunkte der Klassiker-Tage war die Rampe auf dem Freigelände vor den Holstenhallen. Jeder der wollte, konnte mit seinem eigenen Old- oder Youngtimer auf die Rampe fahren und sein Fahrzeug von Georg Meyering vorstellen lassen. Meyering ist der heimliche Star der Klassiker-Tage, denn er ist ein personifiziertes Auto-Lexikon. Aus dem Effeff weiß er über wirklich jedes Fahrzeug Besonderheiten über die jeweilige Ausstattung und Entwicklungsgeschichte zu erzählen. „Besonders freut mich, dass so viele Exoten gekommen sind, obwohl viele bei einer solchen unbeständigen Wetterlage sicherlich zweimal überlegen, ob sie ihr geliebtes Auto aus der Garage holen“, sagte Meyering aus dem westfälischen Rosendahl, der selbst VW-Käfer-Narr ist.

Für Kontrastprogramm auf der Rampe sorgte Jens Weinerdt aus Heide. Er kam mit einer Solex, ein Mofa aus dem Jahr 1971, nach Neumünster. Drei Stunden habe er mit dem 0,7 PS starken Zweirad gebraucht. „Man entdeckt die Langsamkeit. Aber ich genieße es sehr, weil man viel mehr abseits der Strecke entdeckt, wenn man langsamer unterwegs ist“, erzählte Weinerdt. Er habe sich das Gefährt über das Internet gekauft und restauriert. „Es ist für mich besonders, weil ich als 15-Jähriger ein solches Mofa bereits hatte“, verriet er. Von den interessierten Zuhörern erhielt er Extra-Applaus.

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