Weihnachten im Revier : Autobahnpolizei Neumünster: Gefeiert wird erst nach dem Dienst

Polizeiobermeister Lennart Schröder (links) und Polizeioberkommissar André Wendt gehören zu den Beamten, die am 24. Dezember auf dem Autobahnrevier im Einsatz sind. Wenn die Lage ruhig ist, bleibt vielleicht ein wenig Zeit für ein gemütliches Kaffeetrinken mit den Kollegen.
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Polizeiobermeister Lennart Schröder (links) und Polizeioberkommissar André Wendt gehören zu den Beamten, die am 24. Dezember auf dem Autobahnrevier im Einsatz sind. Wenn die Lage ruhig ist, bleibt vielleicht ein wenig Zeit für ein gemütliches Kaffeetrinken mit den Kollegen.

Auf dem Polizei-Autobahnrevier in Neumünster wird auch an Weihnachten rund um die Uhr gearbeitet. Vielleicht kommt wieder der Weihnachtsmann.

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23. Dezember 2017, 16:30 Uhr

Neumünster | Wer bei der Polizei arbeitet, der muss die weihnachtliche Bescherung mit seinen Lieben daheim schon mal um einen Tag verschieben. Polizeioberkommissar André Wendt vom Autobahnrevier Neumünster feiert mit seiner Freundin in diesem Jahr englische Weihnachten: Er selbst hat am 24. Dezember gemeinsam mit vier Kollegen von der B-Schicht den Frühdienst erwischt und ist deshalb bis 18.30 Uhr im Einsatz, bis die A-Schicht für zwölf Stunden übernimmt. Seine Freundin, die bei der Hamburger Polizei ihren Dienst versieht, hingegen muss zur Nachtschicht. „Wir sehen uns am 24. Dezember also gar nicht“, erzählt der Beamte. „So etwas gehört bei meinem Beruf einfach dazu, man arrangiert sich“, sagt der Polizist achselzuckend. Er ist Feiertags- und Sonntagsdienste – ebenso wie seine Kollegen – gewohnt.

Natürlich gibt es auch beim Autobahnrevier den einen oder anderen, der auf den Heiligen Abend mit der Familie besonderen Wert legt. „Aber in der Regel klappt die Verteilung ganz gut. Die Kollegen tauschen dann untereinander“, erzählt der stellvertretende Dienststellenleiter Matthias Trapp. „Eltern mit Kindern wollen meist am 24. Dezember gern frei haben. Die jüngeren Kollegen hingegen wünschen sich eine Silvesternacht ohne Dienst zum Feiern“, erklärt er.

Die Schicht in den Stunden rund um den Heiligen Abend ist erfahrungsgemäß meist ruhig. „Das Verkehrsaufkommen ist dann schon recht übersichtlich“, beschreibt Matthias Trapp. Die meisten Menschen bleiben über Weihnachten zu Hause. Voller wird es erst wieder nach dem Fest, wenn viele in die Ferien nach Dänemark fahren, um dort den Jahreswechsel zu verbringen. Entspannung bringt auch die Feiertagsregelung für Lastwagen, die dann nur mit Sondergenehmigung fahren dürfen und deshalb in deutlich reduzierter Zahl unterwegs sind.

Turbulent wird es für die Weihnachtsschicht nur immer dann, wenn das Wetter nicht mitspielt. So wie im vergangenen Jahr, als plötzlich Hagelschauer und Glätte gleich für acht Unfälle sorgten. Bleibt die Lage hingegen ruhig, bieten sich die Kollegen von der Autobahn auch durchaus zur Unterstützung für die Polizisten aus den Revieren in der Stadt an, sobald sie über Funk bemerken, dass es dort etwas heißer zugeht.

Zwischendurch, wenn es die Lage zulässt, setzen sich die Diensthabenden auf dem Autobahnrevier auch gern mal für eine Weile gemütlich zusammen. „Jeder bringt was zum Naschen oder Knabbern mit. Man trinkt einen Kaffee zusammen und redet ein bisschen“, erzählt Matthias Trapp.

Für etwas Weihnachtsstimmung sorgt auf dem Autobahnrevier in der Adventszeit auch traditionell ein Weihnachtsbaum im Eingang. Der wird zwar vom Dienstherrn bezahlt, aber von den Kollegen jedes Jahr selbst besorgt und geschmückt. „Früher hätten wir den ja einfach von der Fahrbahn holen können, als die Bäume immer wieder von den Ladeflächen rutschten und von der Autobahn gesammelt werden mussten. Doch heutzutage werden die Tannen zum Glück besser gesichert und machen uns keine Probleme mehr“, erzählt der stellvertretende Dienststellenleiter lachend.

Vielleicht kommt in diesem Jahr auch wieder der Weihnachtsmann vorbei und bringt Süßigkeiten und Kaffee für die Kollegen. Der gütige Alte, der im vergangenen Jahr erstaunlich gut informiert war, womit er den Beamten eine kleine Freude machen kann, soll übrigens ein wenig Ähnlichkeit mit dem Leiter des Autobahnreviers, Rüdiger Schwarz, gehabt haben.

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