Schwerer Bahnunfall : Auto kollidiert mit Nordbahn in Neumünster – ein Schwerverletzter

Rettungskräfte arbeiten bei Temperaturen um den Gefrierpunkt an der Befreiung des Fahrers am Bahnübergang Altonaer Straße.

Rettungskräfte arbeiten bei Temperaturen um den Gefrierpunkt an der Befreiung des Fahrers am Bahnübergang Altonaer Straße.

Der Fahrer des Wagens kann erst nach anderthalb Stunden befreit werden. Die Unfallursache ist noch unklar.

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22. März 2018, 08:12 Uhr

Neumünster | Am Donnerstagmorgen gegen 4 Uhr ging bei der Leitstelle Neumünster ein Notruf ein, am Bahnübergang Altonaer Straße sei ein Zug mit einem Pkw zusammengestoßen. Als die Rettungskräfte der Berufsfeuerwehr eintrafen, bestätigte sich die Meldung.

Aus noch ungeklärter Ursache stieß ein VW Passat mit einem Zug der Nordbahn zusammen und wurde dann zwischen Zug und Zaun eines angrenzenden Grundstücks eingeklemmt.

Die Rettung des 48-jährigen Autofahrers aus Neumünster gestaltete sich, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und Schneeregen, extrem schwierig. Erst nach etwa eineinhalb Stunden konnte die Person schwer verletzt aus dem Auto befreit werden. Das Dach des Wagens und der Metallzaun wurden mit Schere und Spreizer entfernt, bevor der Fahrer dem Rettungsdienst übergeben werden konnte. Er wurde mit einem Rettungswagen ins Friedrich-Ebert-Krankenhaus gebracht.

Das Dach des VW Passat musste für die Rettung des Fahrers abgetrennt werden.
Daniel Friederichs
Das Dach des VW Passat musste für die Rettung des Fahrers abgetrennt werden.
 

Der Passat-Fahrer hatte Glück im Unglück: Da der Zug gerade erst aus dem Südbahnhof angefahren war, fuhr er noch relativ langsam und ein noch dramatischerer Unfall blieb aus. Im Zug waren zwei Lokführer, die leicht verletzt wurden, jedoch keine Fahrgäste.

Der Bahnübergang und die Strecke nach Bad Bramstedt war für die Dauer des Einsatzes gesperrt und wurde erst gegen 7.30 Uhr für den Verkehr wieder freigegeben. An dem Pkw entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden. Der Gesamtsachschaden dürfte über 20.000 Euro betragen.

Die genaue Unfallursache wird nun von der Polizei ermittelt. Zurzeit ist noch nicht abschließend geklärt, ob ein technischer Defekt an der Schrankenanlage vorlag oder ein Fehlverhalten des 48-Jährigen ursächlich für den Unfall war.

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