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Kulturbetrieb : Auswärtige Gäste kosten Neumünster 784 000 Euro pro Jahr

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Theater, Bücherei, VHS: Die Stadtverwaltung hat die Gesamtkosten auf den Anteil der Besucher von außerhalb umgelegt.

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erstellt am 23.Apr.2014 | 06:30 Uhr

Neumünster | Das ist eine stolze Summe: Auswärtige Besucher und Nutzer des Theaters, der Stadtbücherei und der Volkshochschule kosten die Stadt jedes Jahr eine gute Dreiviertelmillion Euro. Das hat die Stadtverwaltung im Auftrag der Ratsversammlung ausgerechnet.

In der jüngsten Sitzung hatte die CDU-Fraktion nach diesen Zahlen gefragt: Wie hoch ist in der Bücherei, im Theater, im Museum Tuch+Technik und in der Volkshochschule der Anteil der Besucher, die nicht in Neumünster wohnen? Im zweiten Schritt hatte die Verwaltung die Gesamtkosten der Einrichtungen auf die jeweilige Zahl der auswärtigen Nutzer umgelegt. Die Zahlen sind sicherlich mit Vorsicht zu genießen, geben aber einen gewissen Einblick und sorgten im Rat für so manches Stirnrunzeln.

Den höchsten Anteil Nicht-Neumünsteraner hat die VHS mit gut 36 Prozent (davon 10 Prozent aus den direkten Nachbargemeinden). Bei dem gesamten Jahreszuschuss der Stadt an die VHS von 288 000 Euro entfallen demnach gut 106 000 Euro auf die Auswärtigen.

Das Theater bekommt pro Jahr 1,5 Millionen Euro als Zuschuss von der Stadt. Bei einem geschätzten Anteil von 30 Prozent auswärtigen Besuchern entfallen auf sie also rund 450 000 Euro anteilige Kosten. Nur bei den Abonnements ist der Kulturverwaltung allerdings die Adresse bekannt; im freien Verkauf erfasst das Kulturbüro keine Daten. „Es ist aber davon auszugehen, dass der Anteil der auswärtigen BesucherInnen bei dieser Gruppe höher liegt“, schreibt das Kulturbüro.

Laut Kundendatei der Stadtbücherei wohnen 23 Prozent außerhalb von Neumünster. Bei einem jährlichen Zuschussbedarf von rund 993 000 Euro „kosten“ die Auswärtigen also etwa 228 000 Euro.

Für das Museum konnte die Verwaltung keine aussagekräftigen Zahlen vorlegen.

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