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Ausstellung eröffnet : Ausstellung rückt Zuwanderung in den Fokus

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

„Anders? – Cool“ heißt eine Ausstellung, die gestern im Rathaus-Foyer eröffnet wurde. Sie befasst sich auf sehr kurzweilige Art mit der besonderen Situation von zugewanderten Jugendlichen.

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erstellt am 24.Sep.2013 | 11:30 Uhr

Die Frage ist simpel: Was würden Sie mitnehmen, wenn Sie morgen mit nur einem Koffer Ihre Heimat verlassen müssten? Mit diesem und vielen weiteren Problemen beschäftigt sich die Ausstellung „Anders? – Cool“, die gestern im Foyer des Rathauses eröffnet wurde. Die Lebenssituation zugewanderter Jugendlicher ist das Thema der abwechslungsreichen interaktiven Schau der Jugendmigrationsdienste (JMD). Die Wanderausstellung wurde im Jahr 2000 konzipiert und wendet sich besonders an Jugendliche zwischen zwölf und 27 Jahren. Aber auch Lehrer, Mitarbeiter sozialer Einrichtungen, Politiker und Nachbar oder Klassenkamerad sollen angesprochen werden. Neumünster ist die 279. Station der Schau auf ihrer Reise durch das ganze Bundesgebiet.

Die Ausstellung vermittelt, dass Neuanfänge in einem fremden Land mit vielen Hürden verbunden sind. So machen sprachliche Barrieren zum Beispiel den Zugang zu Bildungsangeboten und Arbeit schwer und verhindern oft die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Vermittelt werden die einzelnen Aspekte anhand von acht Schautafeln, die wiederum an verschiedene multimediale Angebote geknüpft sind. Langweilig wird es deshalb nie: So können die Besucher zum Beispiel an einer Hörstation fremden Sprachen lauschen, sich die Familiengeschichten vorlesen lassen, ein Computer-Quiz machen oder Musik aus verschiedenen Kulturen hören.

Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras lobte gestern in seiner Eröffnungsansprache als Schirmherr die Ausstellung, die bis Freitag, 27. September, im Rathaus-Foyer zu sehen ist. „Das Thema Integration liegt mir am Herzen“, betonte er und verwies darauf, dass in Neumünster über 100 Nationalitäten zusammen leben. Er dankte Erika Hudecova vom Awo-Integrations-Center und Ina Siedenburg von der Mercator-Stifung, die die Schau gemeinsam mit dem Awo-Jugendmigrationsdienst als Ergänzung zur Interkulturellen Woche nach Neumünster geholt haben. Eingebettet ist die Ausstellung außerdem in den Kunstflecken.

Michael Treiber, der beim Awo-Landesverband für die interkulturelle Arbeit zuständig ist, lud in seiner Ansprache gezielt die Schulen ein, sich mit der Thematik zu beschäftigen.

Dazu haben alle Interessierten noch bis einschließlich Freitag die Gelegenheit. Von 10 bis 16 Uhr werden Erika Hudekova und Ina Siedenburg in dieser Woche vor Ort sein. Sie bieten auch zwei Mal am Tag (eine vormittags, eine nachmittags) Führungen an. Dafür werden unter Tel. 4 89 03 15 oder 4 89 03 10 Anmeldungen entgegen genommen.

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