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Daldorf : Ausstellung informiert: Der Rotmilan braucht mehr Land zum Leben

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Schau läuft bis Ende Mai.

Daldorf | Der Rotmilan ist einer der eindrucksvollsten Greifvögel Schleswig-Holsteins. Gabelweihe wird der Flieger mit seinem langen tief gegabelten Stoß, sprich Schwanzfedern, im Volksmund auch genannt. Gemeinsam mit der Deutschen Wildtierstiftung und der Kurt-und-Erika-Schrobach-Stiftung präsentieren die Landesforsten jetzt bis zum 22. Mai im Erlebniswald Trappenkamp eine Wanderausstellung über das Leben und die Probleme des einzigartigen Greifvogels: „Land zum Leben – für den Rotmilan“.

„Schleswig-Holstein ist die nördliche Verbreitungsgrenze des Rotmilans“, erklärte Cordelia Wiebke, Geschäftsführerin der Schrobach-Stiftung. Mehr als die Hälfte der nur in Europa vorkommenden Greifvogelart lebt in Deutschland. „Rund 130 der Rotmilanreviere liegen in Schleswig-Holstein“, erklärte Tim Scherer, Direktor der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten bei der Eröffnung der Ausstellung im Waldhaus des Erlebniswaldes. Allein 28 Brutreviere liegen in Wäldern der Landesforsten.

„Allerdings hat es der farbenfrohe und markante Greif nicht einfach“, erklärte Staatssekretärin Dr. Silke Schneider aus dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume. Der Milan braucht unter anderem Wiesen und Feuchtwiesen mit Wühlmäusen. Die sind mancherorts auch durch die intensive Landwirtschaft knapp geworden. „Ich wünsche mir deswegen gemäß dem Motto der Ausstellung nicht nur für den Rotmilan mehr Land zum Leben“, sagte Schneider. Das wird sogar unterstützt. Landwirte, die im Bereich von Brutgebieten etwas für den Milanschutz und seine Förderung tun wollen, können über die Schrobach-Stiftung Unterstützung für die Förderung von Nahrungsflächen, wie etwa für den Anbau bestimmter Kleegrasmischungen erhalten. Informationen gibt es unter: www.rotmilan.org.

Die neue Ausstellung im Erlebniswald Trappenkamp ist täglich bis zum 22. Mai im Waldhaus in der Zeit von 9 bis 18 Uhr geöffnet.  




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